Firefox-Boykott

Partnerbörse wettert gegen neuen Mozilla-Chef Eich

Web
01.04.2014 12:05
Nachdem sich bereits mehrere Entwickler und Mitarbeiter gegen Mozillas neuen Chef Brendan Eich ausgesprochen haben, weil dieser 2008 eine Gesetzesinitiative gegen die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare finanziell unterstützt hatte, ruft die US-Partnerschaftsbörse OkCupid nun sogar offen zum Boykott von Firefox auf: Wer die Website mit dem Mozilla-Browser ansurft, wird zum Browserwechsel aufgefordert.

"Mozillas neuer CEO, Brendan Eich, ist ein Gegner gleicher Rechte für homosexuelle Paare. Wir würden es deshalb bevorzugen, wenn unsere Nutzer auf OkCupid nicht mit Mozilla-Software zugreifen", heißt es in dem nur für Firefox-Nutzer sichtbaren Schreiben (Bild).

Politik habe normalerweise nichts auf ihrer Website verloren und es gebe größere Übel auf der Welt als fehlgeleitete Geschäftsführer, räumen die Betreiber ein. "Doch die vergangenen zehn Jahre haben wir dem Zusammenbringen von Menschen gewidmet. Und wäre es nach dem Willen von Individuen wie Herrn Eich gegangen, wären rund acht Prozent der Beziehungen, an deren Zustandekommen wir so hart gearbeitet haben, illegal."

OkCupid stehe für die "Erschaffung der Liebe". "Diejenigen, die Liebe verweigern und stattdessen Elend, Scham und Frustration erzwingen, sind unsere Feinde und wir wünschen ihnen nichts als Misserfolg", geht die Plattform hart mit dem neuen Mozilla-Chef ins Gericht.

Wer weiterhin Firefox nutzen wolle, fährt die Plattform fort, gelange über den untenstehenden Link weiter zur Seite. "Wir bitten Sie jedoch, einen anderen Browser für den Zugriff auf OkCupid in Betracht zu ziehen", verweist OkCupid per Link auf Google Chrome, den Internet Explorer sowie Opera.

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