Reformen angedacht

Wieder mehr Grundwehrdiener beim Bundesheer

Österreich
03.02.2026 06:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Bundesheer verzeichnete 2024 einen leichten Anstieg bei Grundwehrdienern und Freiwilligen. Von 28.778 tauglichen Männern entschieden sich rund 16.361 bzw. 57 Prozent für den Grundwehrdienst. 2023 waren es 15.771 bzw. 54 Prozent. 

Beinahe gleichbleibend ist jedoch die Zahl der 2024 eingerückten Wehrdiener und der tauglichen Männer. Freiwillige gab es um 0,5 Prozentpunkte mehr.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sieht in den Entwicklungen einen Beleg dafür, „dass der Wehrdienst nach wie vor als sinnvoller Beitrag zur Sicherheit des Landes wahrgenommen wird“. 

Einrückungen weiterhin auf niedrigem Niveau
Weiterhin auf niedrigem Niveau bewegt sich jedoch die Zahl der tatsächlich eingerückten Grundwehrdiener.

  • Zwar traten mit 14.661 Grundwehrdienern im Jahr 2024 um 345 mehr junge Männer ihren sechsmonatigen Wehrdienst an als 2023. Allerdings sind diese Werte die niedrigsten der letzten zehn Jahre.
  • Zwischen 2015, als 19.122 Grundwehrdiener ins Bundesheer einrückten, und 2021 mit 15.824 Einrückungen, nahm die Zahl der Grundwehrdiener konstant ab, ehe sie 2022 zum letzten Mal die Grenze von 16.000 überstieg.
  • Bei den Freiwilligenmeldungen zeichnete sich ein leichter Zuwachs um 0,5 Prozentpunkte von 1121 auf 1223 Freiwillige ab.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums gehören dem Bundesheer derzeit rund 14.200 Berufssoldatinnen und -soldaten, 33.000 Milizsoldatinnen und -soldaten und 15.000 Grundwehrdiener an. Wenn auch der Frauenanteil in der Miliz mit 0,4 Prozent weiterhin verschwindend gering ist – in den letzten zehn Jahren kamen rund 118 Soldatinnen dazu.

Volksbefragung steht im Raum
Die Veröffentlichung der Wehrdienststatistik erfolgte inmitten der Debatte um die Verlängerung der Wehrpflicht. Die Wehrdienstkommission empfiehlt, den Wehrdienst auf ein „8 plus 2“-Modell zu verlängern: Der Grundwehrdienst soll acht Monate dauern, danach sollen insgesamt zwei Monate Milizübungen folgen. Der Zivildienst soll zumindest zwölf Monate dauern.

Die Reform ist in der Koalition umstritten. Am vergangenen Freitag kündigte Stocker dann überraschend an, er wolle in der Frage eine Volksbefragung abhalten.

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