Panne von US-Behörden
Junge Opfer nackt und erkennbar in Epstein-Akten
Bei der Veröffentlichung der letzten Charge der Epstein-Akten ist der US-Regierung ein furchtbarer Fehler unterlaufen: In den Dokumenten befanden sich auch Dutzende ungeschwärzte Nacktbilder von jungen Frauen. Eine Geschädigte fand deutliche Worte.
Die renommierte „New York Times“ berichtete von der verheerenden Panne. Die Behörden hatten die Frist zur Veröffentlichung der vollständigen Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey, die eigentlich bis 19. Dezember 2025 vorgesehen war, deutlich überschritten. Auch als die ersten Dokumente auf der Website des Justizministeriums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, waren schwere Fehler passiert. Unter den Tausenden Akten waren zunächst auch ungeschwärzte Daten von mutmaßlichen Opfern zu sehen.
Doch die aktuelle Panne dürfte die schwerwiegendste sein: Wie die Zeitung berichtet, wurden bei der Durchsicht der Dokumente mindestens 40 Bilder gefunden, die gegen den vom US-Kongress beschlossenen „Epstein Transparency Act“ verstoßen. Dieser besagt, dass weder sexuelle Inhalte noch Hinweise auf Geschädigte erkennbar sein dürfen.
Opfer wirkten auf Nacktfotos sehr jung
Die Fotos, die gegen diese Richtlinien verstoßen, waren sieben Personen erkennbar. Die „New York Times“ stellte dabei fest, dass diese sehr jung wirken. Die Bilder wurden offenbar auf der berüchtigten Insel des Sexualstraftäters gemacht. Am Freitag wurden etwa drei Millionen weitere Seiten aus den Akten des US-Justizministeriums veröffentlicht.
Nach dem Zeitungsbericht wurden die ungeschwärzten Akten von der Website des Ministeriums entfernt. Eine Sprecherin erklärte, die Behörde arbeite „rund um die Uhr, um auf die Anliegen der Opfer einzugehen, weitere personenbezogene Daten zu schwärzen sowie alle Dateien zu bearbeiten, die gemäß dem Gesetz weitere Schwärzungen erfordern, darunter auch Bilder sexueller Natur.“
Epstein-Opfer über Fehler empört
„Sobald die erforderlichen Schwärzungen vorgenommen wurden, werden alle relevanten Dokumente wieder online verfügbar sein“, versprach die Sprecherin weiters. Ein mutmaßliches Opfer von Epstein und seiner in Haft befindlichen Komplizin Ghislaine Maxwell reagierte empört über die Panne – der Vorfall sei „äußerst beunruhigend“. „Es ist schwer, sich eine ungeheuerlichere Art vorzustellen, Opfer nicht zu schützen, als Nacktbilder von ihnen für die ganze Welt zum Download verfügbar zu machen“, erklärte sie gegenüber der Zeitung.










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