Um Aussicht auf den blauen Strom und Verlust ihres Naherholungsparadieses bangen Anrainer in Krummnußbaum in Niederösterreich – denn der Damm soll schon bald mit Paneelen „zugepflastert“ werden.
Der Donaudamm ist für uns mehr als Hochwasserschutz. Er ist Spazierweg, Aussichtspunkt und Naherholungsraum“, seufzt ein Anrainer im Bezirk Melk. Der Familienvater befürchtet nun, dass genau dieser Charakter unter Druck gerät. Denn auf 500 Metern Länge ist eine rund 2,2 Meter hohe PV-Anlage geplant – und dazu noch ein 1,80 Meter hoher Zaun rundherum mit nur wenigen Unterbrechungen.
Sorge um Erholungsraum
„Damit würde der freie Blick in Richtung Krummnußbaum und Au verschwinden“, wettert der Mann. Auch, dass die verbleibenden Gehflächen teils nur 2,5 Meter breit sein würden, stört ihn. Sonnenklares Argument: „Niemand ist hier gegen die Energiewende, aber an diesem Platz geht es um einen der letzten freien Erholungsräume. Wenn der verbaut wird, verliert der Ort ein Stück Lebensqualität.“
PV auch für Hochwasserschutz
Kritisch gesehen werden auch die mögliche Blendwirkungen der Module und deren Auswirkungen auf die Wildtiere. Zudem stellen sich Fragen zur Sicherheit bei Einsätzen von Feuerwehr oder Rettung. Der Verbund betont den Pilotcharakter. Ziel sei es, bestehende Schutzdämme doppelt zu nutzen – für Flutschutz und saubere Stromerzeugung, und das ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Die Ausgestaltung befinde sich noch in der Vorprüfungsphase und werde im Genehmigungsverfahren mit Behörden und Sachverständigen abgestimmt. Ein Bürgerdialog sei ebenfalls vorgesehen.
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