Horror-Mord in Dubai

Frau von Russen-Millionär wurde vor ihm gefoltert

Ausland
06.12.2025 20:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Fall des russischen Krypto-Millionärs Roman Novak (†38), der gemeinsam mit seiner Frau Anna in Dubai brutal ermordet worden war, kommen immer mehr grauenhafte Details ans Licht.

Sportwagen, Helikopterflüge, Jachttouren – das Paar führte im Paradies der Superreichen ein Leben wie im Märchen, das letztlich allerdings eine Wende wie in einem Horrorfilm nahm und Anfang Oktober in einem Erdloch in der Wüste endete. Die beiden wurden entführt, ermordet und zerstückelt. Nun wurde bekannt, wie die Novaks zu Tode gefoltert wurden.

Auf ehrliche Weise war der reiche Russe nicht zu seinem beachtlichen Vermögen gekommen, das laut Medienberichten auf 380 Millionen Dollar (326 Millionen Euro) geschätzt wird: Roman hatte eine App für Kryptowährungs-Transaktionen erfunden und damit Investoren betrogen.

Das Paar hinterlässt zwei kleine Kinder.
Das Paar hinterlässt zwei kleine Kinder.(Bild: Screenshot Instagram/Roman Novak)

Kriminelle gaben sich als „Investoren“ aus
Bekanntlich locken Ruhm und Reichtum viele böse Menschen an. Anfang Oktober wurde das Ehepaar von Gangstern, die sich als Investoren tarnten, in ein Berg-Resort nach Hatta nahe der Grenze zum Oman gelockt. Dort in der Nähe sollte später die Polizei die zerstückelten Überreste der zwei finden – in einem Wüstenloch.

Britische Zeitungen berichten nun mit Bezug auf russische Medien, dass Roman und Anna vor den Augen des anderen gefoltert worden seien. Sie mussten demnach jeweils das Martyrium des anderen mitansehen. Mit unfassbarer Brutalität hätten die Peiniger den Zugang zum Krypto-Konto der Novaks gefordert.

Krypto-Millionär konnte kein Lösegeld auftreiben
Nachdem die zwei Übeltäter das Passwort aus den beiden herausgepresst hatten, mussten sie laut den Berichten zum Schluss kommen, dass auf dem Konto kein Cent mehr war. Wütend hätten sie 174.000 Euro Lösegeld verlangt. Oft hatte sich Roman mit angeblichen Verbindungen zum Telegram-Besitzer und Milliardär Pawel Durow wichtig gemacht. Doch Geld hätte er keines auftreiben können. Daraufhin sollen die Peiniger das Ehepaar ermordet haben.

Leichen in Polyethylenbeutel gesteckt
Wie nun neue Berichte enthüllen, steckten die Peiniger die Toten in dicke, schwarze Polyethylenbeutel mit Industriechemikalien. Dies sollte sicherstellen, dass die Leichname schnell zersetzt und DNA-Spuren vernichtet würden. Die Beutel sollen sie 130 Kilometer von Dubai entfernt in ein Erdloch gesteckt haben. Etwa 250.000 Quadratmeter Wüste habe die Polizei durchsucht, um die Überreste zu finden.

Täter hatten wohl Komplizen
„Die Untersuchung ergab, dass die Mörder Komplizen hatten, die bei der Organisation der Entführung geholfen haben“, wird Swetlana Petrenko vom Untersuchungsausschuss zitiert. Sie sollen Autos und Räumlichkeiten angemietet haben, in denen die Opfer festgehalten wurden. „Nach dem Mord entsorgten die Täter die Messer und die persönlichen Habseligkeiten der Opfer und ließen sie in verschiedenen Emiraten zurück.“

Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in die russische Metropole Sankt Petersburg zurückgekommen, wurden drei Russen festgenommen. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Polizisten Konstantin Shakht, Yury Sharypov und Vladimir Dalekin. Ihnen wird die Beteilung an der Ermordung des Paares zur Last gelegt. Sharypov und Dalekin dürften sich schuldig bekannt haben, Shakht würde alles abstreiten. Alle drei sitzen in Untersuchungshaft, die Ermittlungen in Russland und den Emiraten gehen weiter.

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