Leichen zerstückelt

Krypto-Millionär wurde in Dubai in den Tod gelockt

Ausland
11.11.2025 17:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Er lebte zwischen Luxusautos, Villen und digitalen Millionen – doch sein Ende war grausam: Der russische Krypto-Unternehmer Roman Novak (38) und seine Frau Anna wurden in der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate ermordet und zerstückelt aufgefunden. Was wie ein Treffen mit Investoren begann, endete in einem der brutalsten Kriminalfälle, die Dubai je gesehen hat.

Novak war in der Kryptowelt kein Unbekannter. Mit seiner Plattform „Fintopio“, die internationale Geldtransfers vereinfachen sollte, sammelte er nach eigenen Angaben Hunderte Millionen Dollar von Investoren aus Russland, China und dem Nahen Osten.

Auf Instagram präsentierte sich Novak als erfolgreicher Selfmade-Millionär – mit Rolls-Royce, AC Cobra und spektakulärem Lifestyle mitten in Dubai. Doch hinter der glitzernden Fassade stand offenbar ein dunkles Kapitel: Bereits 2020 war Novak in Sankt Petersburg wegen Finanzbetrugs verurteilt worden.

Der letzte Beitrag des Krypto-Millionärs auf Instagram:

An Grenze in Falle gelockt?
Am 2. Oktober 2025 wurden Roman und Anna Novak nach Hatta, nahe der Grenze zu Oman, gelockt. Angeblich sollte dort ein Investorengespräch stattfinden. Der Fahrer brachte sie zu einem künstlichen See – dort stiegen sie in ein anderes Auto um und verschwanden. Wenig später schickte Novak eine letzte Nachricht: Er sitze „in den Bergen fest“ und brauche dringend Geld – 152.000 britische Pfund (etwa 170.000 Euro). Danach gab es nur noch Funkstille.

Schockierender Fund
Als sich die Spur der beiden verlor, schlugen Verwandte in Russland Alarm. Ermittlungen führten schließlich zu einem schockierenden Fund: Die zerstückelten Leichen des Ehepaares wurden in der Wüste nahe Fujairah entdeckt. In einer gemieteten Villa fanden die Behörden Blutspuren und Waffen – mutmaßlich der Ort, an dem die Entführung und Ermordung stattfand.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter Novak erpressen wollten, um Zugang zu seinen Krypto-Wallets zu bekommen. Als sie feststellten, dass dort kein Geld mehr war, sollen sie Lösegeld verlangt haben – und das Paar schließlich getötet, als die Zahlung ausblieb.

Wurden gefährliche Männer betrogen?
Bisher wurden mehrere Verdächtige festgenommen, darunter zwei russische Soldaten und ein ehemaliger Kommissar. Sie sollen das Treffen in Hatta organisiert und die Tat geplant haben. Nach Medienberichten könnten einige von ihnen selbst zu den betrogenen Investoren gehört haben, die durch Novaks Geschäfte Geld verloren.

Viele Fragen bleiben offen
Die Ermittlungen laufen weiter – sowohl in Russland als auch in den Emiraten. Während Behörden die finanziellen Verstrickungen rund um „Fintopio“ untersuchen, bleibt vieles offen: Wer wirklich hinter dem tödlichen Plan stand – und ob noch mehr Menschen in die Krypto-Affäre verwickelt sind. Zurück bleiben zwei Kinder, die nun bei Verwandten leben – und ein Fall, der die schillernde, aber undurchsichtige Welt der Kryptowährungen in ein grelles, brutales Licht rückt.

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