45 Helfer engagieren sich freiwillig bei der Resozialisierung von Straftätern. Den Menschen soll vor allem eine zweite Chance gegeben werden.
„Österreich ist ein Land des Ehrenamts, das auf den starken Schultern von vielen Freiwilligen aufbaut.“ Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) spricht die Hälfte der Bevölkerung ab 15 Jahren an, die sich in der Freizeit in Organisationen und Vereinen engagieren. Als ein konkretes Beispiel hebt die Bundespolitikerin jene Ehrenamtlichen hervor, die in der Bewährungshilfe beschäftigt sind. Im Burgenland begleiten 45 Freiwillige 170 Straftäter auf dem schwierigen Weg, ein Leben abseits der Kriminalität zu führen – unterstützt von den hauptamtlichen Bewährungshelfern.
Hoffnung auf eine zweite Chance allgegenwärtig
Das Gespräch mit den Ehrenamtlichen des Vereins Neustart hat bei der Justizministerin Eindruck hinterlassen. „Mit Courage geben diese hoch motivierten Mitarbeiter jenen Menschen Halt, die sich durch grobe Fehler selbst sozusagen ins Out katapultiert haben. Im festen Glauben an eine zweite Chance stehen sie den Betroffenen zur Seite, denen in der Öffentlichkeit oft wenig Verständnis entgegengebracht wird und die keine starke Lobby hinter sich haben“, sagt Sporrer.
Beitrag zur Sicherheit
Im Auftrag der Justiz führt der Verein Neustart österreichweit die Bewährungshilfe durch. Laut dem Leiter Alexander Grohs bedeutet eine erfolgreiche Resozialisierung immer beides: eine individuelle Chance auf einen Neubeginn und einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Gesellschaft.
„Seit der Gründung durch ehrenamtliche Pioniere spielt das Ehrenamt in unserem Verein eine bedeutende Rolle“, erklärt der Neustart-Leiter: „Bei der Betreuung von maximal fünf Straftätern bringen unsere Freiwilligen viel Zeit, eine integre Grundhaltung und Herz in die herausfordernde Arbeit ein. Für diesen wichtigen Beitrag zur Solidarität gebührt ihnen nicht nur Dank, sondern unsere ganze Wertschätzung.“
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