Der Kreis hat sich geschlossen. 13 Jahre nach ihrer ersten Medaille bei einem Großereignis, EM-Bronze 2013 in Igls, hält Janine Flock Olympia-Gold in ihren Händen. „Es fühlt sich einfach total verdient an“, meinte die Tirolerin.
Und wirklich niemand aus der Skeleton-Familie und schon gar nicht im kochenden Austria House konnte oder wollte der 36-Jährigen widersprechen. Alle freuten sich beim Happy End der Flock-Story mit. Und nach einer dreitägigen WhatsApp-Pause, um voll im Olympia-Fokus zu bleiben, ging es für Flock dann auch ans Aufarbeiten aller Nachrichten.
„Ich bin extrem stolz und dankbar, dass ich diesen Weg bestreiten durfte. Das alles hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich jetzt bin.“ Ein Weg, der viele Höhen (drei WM-Medaillen, zwölf EM-Medaillen) und viele Tiefen (dreimal bei Olympia leer ausgegangen, Verletzungen) zu bieten hatte. Und der sie 2022 auch auf das Cover des Männermagazins „Playboy“ führte.
Das prägendste Erlebnis war definitiv die verspielte Medaille bei Olympia 2018 in Südkorea. Als Führende vor dem letzten Lauf fiel Flock damals auf Platz vier zurück. Das Team trennte sich danach im Laufe der Jahre: Abschied von Freund Matthias Guggenberger und Trainer Michael Grünberger. Doch was zusammengehört, findet wieder zusammen. Und so durften Flock, Guggenberger und Grünberger in Cortina wieder vereint Gold und damit die absolute Krönung feiern.

„Da lagen die Nerven blank“
„Die Wege, die wir gegangen sind, haben sich ausgezahlt. Danke an alle, die mir geholfen und an mich geglaubt haben, ich bin von jeder Seite perfekt unterstützt worden.“ Man könnte 2018 als Trauma, als Fluch bezeichnen. Flock und ihr Team taten das aber nicht. „Wir haben der Sache einen anderen Titel verpasst: Olympia war eine offene Geschichte, die wir fertig schreiben wollten.“ Die größte Nervosität verspürte Flock vor dem dritten der vier Durchgänge. „Da lagen die Nerven blank. Dann hatte ich einen Puffer, konnte loslassen und hab den vierten Lauf wirklich genossen.“ Im Mixed-Bewerb gestern Abend mit Samuel Maier reichte es dann nur zu Rang neun.
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