Russische Angriffe
Drohnenalarm: Rumänien lässt Kampfjets aufsteigen
Während russischer Angriffe auf die Ukraine haben Rumänien und die Republik Moldau Dienstagfrüh Drohnen im eigenen Luftraum geortet. Das Verteidigungsministerium in Bukarest ließ daraufhin erneut Kampfflugzeuge aufsteigen. Eine Drohne sei tiefer ins Landesinnere vorgedrungen.
Zunächst stiegen zwei Eurofighter auf – Flieger der deutschen Bundeswehr, die gemeinsam mit der rumänischen Luftwaffe den südöstlichen NATO-Luftraum sichern. Sie verfolgten die Drohne in den rumänischen Kreis Tulcea, bevor sie wieder in die Ukraine flog, so das Verteidigungsministerium.
Später stiegen zwei weitere Kampfjets – rumänische F-16 – auf, weil am Radar eine weitere Drohne auftauchte. Sie verletzte den Luftraum im Kreis Galati und flog rund 100 Kilometer weiter westlich in den Kreis Vrancea (siehe X-Post unten). Dort verschwand sie vom Radar, weil sie vermutlich abgestürzt war.
Rumänien dürfte Kampfdrohnen abschießen
Bewohner in allen betroffenen Gebieten wurden angewiesen, Schutz zu suchen. Rumänien hat das Recht, militärische Drohnen auch in Friedenszeiten abzuschießen, wenn Gefahr im Verzug ist. Bisher hat das NATO-Land davon aber nicht Gebrauch gemacht.
Im nicht zur NATO gehörenden Moldau meldete das Verteidigungsministerium die Sichtung von „sechs Drohnen“, die den Luftraum des Landes verletzt hätten. Eines der Flugobjekte stürzte demnach in das Wohngebäude eines Obstbauern, in der Folge wurde die Ortschaft Cuhurestii de Jos im Nordwesten des Landes evakuiert. Das moldauische Außenministerium kündigte die Einbestellung des russischen Botschafters an. Dieser müsse die „nicht hinnehmbaren“ Vorgänge erklären, hieß es weiter.
In der Nacht hatte Russland die Ukraine erneut mit massiven Luftangriffen überzogen. Neben Kampfdrohnen wurden dabei auch Hyperschallraketen und Marschflugkörper eingesetzt. Bei russischen Angriffen auf ukrainische Häfen an der Donau kam es in den vergangenen Monaten vermehrt zu solchen Luftraumverletzungen in Rumänien, zuletzt erst in der vergangenen Woche.








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