Wohnhäuser brannten

Trotz Friedensgespräche: Neue Angriffe auf Kiew

Ausland
25.11.2025 07:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Trotz laufender Gespräche über Frieden in der Ukraine hat das russische Militär die Hauptstadt Kiew erneut mit nächtlichen Luftangriffen überzogen (siehe Video oben). Medienberichten zufolge gerieten zwei Wohngebäude in Brand, mehrere Menschen kamen ums Leben. Doch die Ukraine holte bereits zum Gegenschlag aus.

Die Millionenmetropole Kiew sei mit Hyperschallraketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen attackiert worden, berichteten ukrainische Medien.

Explosionen, Stromausfälle
Es gebe mindestens sechs Tote, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Dienstag mit. Zwei mehrstöckige Wohngebäude gerieten in Brand. Die Stadtverwaltung musste den Angaben zufolge die Wärmeversorgung für Teile von Kiew einschränken. Auch die Strom- und Wasserversorgung der Stadt war gestört, wie Klitschko erklärte.

Aktuelle Bilder aus Kiew:

22-stöckiges Hochhaus evakuiert
Russland nehme gezielt zivile Infrastruktur und Wohnhäuser ins Visier, schrieb der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Das sei „zynischer Terror“.

Nach den Angriffen in der Nacht wurde in der Früh erneut Luftalarm ausgelöst. Eine russische Stellungnahme zu dem Angriff lag zunächst nicht vor.

„Massiver kombinierter Angriff“
Das ukrainische Energieministerium sprach den Berichten zufolge von einem „massiven kombinierten Angriff“ auf die Energieinfrastruktur. Die ukrainische Luftwaffe habe eine landesweite Warnung vor Raketenangriffen ausgegeben, nachdem russische Kampfflugzeuge von Stützpunkten innerhalb Russlands aufgestiegen waren.

Die Ukraine verteidigt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. Gerade nachts attackieren die Angreifer ukrainische Städte immer wieder mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen.

Tote bei ukrainischem Angriff auf Rostow
Bei dem ukrainischen Luftangriff auf Rostow sind indes drei Menschen getötet und zehn weitere Menschen verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Juri Sljussar am Dienstag mit. In der benachbarten Region Krasnodar wurden laut Gouverneur Weniamin Kondratjew bei einem ukrainischen Drohnenangriff sechs Menschen verletzt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe in der Nacht landesweit 249 ukrainische Drohnen abgefangen.

Aktuell laufen intensive Gespräche zwischen der Ukraine, europäischen Verbündeten und den USA über eine Grundlage für eine mögliche Friedenslösung. Es ist nach wie vor unklar, wie ein dauerhaft tragfähiger Kompromiss zwischen der Ukraine und dem Angreifer Russland aussehen könnte.

Vernichtender Frieden: Bricht die Ukraine ein?
Die Vereinigten Staaten übten bei den Ukraine-Gesprächen in Genf ordentlichen Druck auf Kiew aus, dem von Washington vorgelegten Moskau-freundlichen Plan für ein Ende des Krieges zuzustimmen. Doch so leicht ließ sich das Land nicht unterbuttern: Nun soll der US-Vorschlag einer weiteren Überarbeitung unterzogen werden.

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