Nach Meister Sturm und Vizemeister Red Bull Salzburg hat mit Rapid auch das dritte Favoritenteam in den Sonntagsspielen der 14. Runde der Bundesliga eine Niederlage kassiert.
Die Hütteldorfer verloren vor 19.124 Zuschauern im Allianz Stadion gegen das bisherige Schlusslicht GAK mit 1:2, liegen aber trotz des dritten sieglosen Pflichtspiels in Folge weiter auf Platz zwei. Die Grazer übergaben die „Rote Laterne“ dank des zweiten Saisonsiegs an Blau-Weiß Linz.
Der zwischenzeitliche Ausgleich von Ercan Kara (74.) war für die Wiener zu wenig, um nach dem Heim-0:1 gegen Craiova in der Conference League und dem Liga-1:1 bei WSG Tirol wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen. Ganz im Gegenteil wird Trainer Peter Stöger vor dem Europacup-Spiel bei Rakow am Donnerstag weiteren Gegenwind zu spüren bekommen. Für den ersten GAK-Auswärtserfolg in dieser Saison sorgten Daniel Maderner mit einem verwandelten, umstrittenen Elfmeter (67.) und Ramiz Harakate (84.). Sein Team hat jetzt zwei Zähler Luft auf das Tabellenende.
Drei Änderungen in Rapid-Startelf
Bei Rapid gab es im Vergleich zum 1:1 in Tirol drei Änderungen. Der wieder fitte Petter Nosa Dahl, Kara und Lukas Grgic durften sich von Beginn an beweisen, Janis Antiste, Romeo Amane und Jannes Horn saßen vorerst auf der Bank. Bei den Grazern gab es nur eine Änderung gegenüber dem 1:2 bei der Austria. Maderner rückte nach seinem Treffer gegen die Favoritner in die Startelf, Murat Satin war Ersatz.
Beide Teams geizten bei Minusgraden mit Torchancen, von einem Qualitätsunterschied zwischen dem Tabellenzweiten und dem Schlusslicht war wenig zu sehen. Die Gastgeber hatten in der Offensive vor der Pause zwei richtig gefährliche Aktionen. Ein Kopfball von Ange Ahoussou ging daneben (8.), einen Schuss von Nikolaus Wurmbrand konnte Goalie Jakob Meierhofer parieren (19.). Auf der anderen Seite musste Paul Gartler nur bei einem Abschluss von Jano eingreifen (30.). Vor der folgenden Ecke flogen Schneebälle in Richtung des Eckball-Schützen, nach einer kurzen Unterbrechung konnte weitergespielt werden.
Jano erlitt schwere Verletzung
Aber nicht lange. Jano knöchelte ohne Fremdeinwirkung um und konnte erst nach rund siebenminütiger Behandlung am Feld von den Sanitätern vom Platz gefahren werden, der Verdacht auf einen Bruch des rechten Knöchels dürfte sich bewahrheiten. Auch Rapid verlor noch vor dem Seitenwechsel einen Spieler verletzt, Serge-Philippe Raux-Yao erlitt eine Sprunggelenksverletzung.
Horn kam zur Pause in die Partie wie auch Marco Tilio. Höhepunkte blieben aber wieder vorerst aus. Für einen Aufreger sorgte in der 64. Minute eine Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Stefan Ebner, nachdem Nenad Cvetkovic einen Harakate-Schuss mit der angelegten Hand abgewehrt hatte. Der Ball wäre wohl ins Tor gegangen, der Referee sah sich die Entscheidung jedenfalls nicht noch einmal im TV an. Maderner verwertete den Strafstoß souverän. Die Fans der Heimischen skandierten „Wir wollen Rapid sehen“.
Die Kicker nahmen sich das vorerst zu Herzen. Ein Schuss von Kara fiel noch zu schwach aus (70.). Vier Minuten später schloss der Rapid-Stürmer nach schöner Kombination über Tilio und Seidl sehenswert aus kurzer Distanz mit der Ferse ab. Für einen Doppelpack fehlte Kara die Effizienz (78.). Das rächte sich. Nach Lochpass von Satin überwand Harakate Rapids Tormann aus seitlicher Position mit einem gefühlvollen Lupfer. Ausgerechnet bei seinem Ex-Club Rapid durfte sich GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer über einen Befreiungsschlag freuen. Rapids Fans pfiffen die Kicker lautstark aus.
SK Rapid – GAK 1:2 (0:0)
Wien, Allianz Stadion, 19.124, SR Ebner.
Tore: 0:1 (67.) Maderner (Handelfmeter), 1:1 (74.) Kara, 1:2 (84.) Harakate
Rapid: Gartler – Cvetkovic, Ahoussou, Raux-Yao (46. Horn) – Bolla, M. Seidl (86. Amane), Lu. Grgic, Gulliksen (79. Schaub) – Wurmbrand (62. Antiste), Kara, Dahl (46. Tilio)
GAK: Meierhofer – Schriebl (81. Frieser), Owusu, Pines, Kreuzriegler, Schiestl (87. Oberleitner) – Koch (80. Lichtenberger), S. Fofana, Jano (42. Satin) – Harakate (87. Cipot), Maderner
Gelbe Karten: Lu. Grgic, Horn bzw. Pines, Schriebl, Owusu
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