„Krone“-Gemeindeserie

Bürgermeister: „Sind im Sparen geschult“

Salzburg
19.11.2025 09:00

Die Stadt Oberndorf kämpft sich seit Jahren durch die Finanzen. Denn: Die Gemeinde selbst ist der größte Arbeitgeber und das Krankenhaus muss keine Kommunalsteuer zahlen.

„Wir haben trotzdem immer viel herausgeholt“, sagt Bürgermeister Georg Djundja (SPÖ) und fügt hinzu: „Ich bin stolz darauf, dass wir viel anbieten können.“ Das Krankenhaus in der Flachgauer Stadt muss keine Kommunalsteuer zahlen, die Gemeinde selbst ist der größte Arbeitgeber. Da fehlen am Ende klarerweise Einnahmen. Auch das Entwicklungspotenzial ist fast ausgeschöpft. Es gibt kaum noch freie Flächen.

Die Stadt Oberndorf kämpft bereits seit vielen Jahren mit den Finanzen. Der Bürgermeister zeigt ...
Die Stadt Oberndorf kämpft bereits seit vielen Jahren mit den Finanzen. Der Bürgermeister zeigt sich dennoch vorsichtig optimistisch, weil Kredite auslaufen.(Bild: Andreas Tröster)

Djundja ist überzeugt, dass das Budget 2026 wieder eine enge Sache werden wird. „Aber ich bin überzeugt, dass wir es wieder hinbekommen werden“, zeigt sich der Stadtchef optimistisch. Um die überall klammen Kassen etwas auffüllen zu können, hat er einen einfachen Vorschlag: die Erhöhung der Grundsteuer. „Diese wurde seit den 1990er-Jahren nicht mehr angepasst und wäre für alle Gemeinden eine massive Erleichterung“, sagt Djundja. Der Vorteil, den er darin sieht: Es wäre wenig Belastung für Einzelne, würde aber vielen helfen. Bei einer 50-prozentigen Erhöhung würde Oberndorf rund 233.000 Euro mehr im Budget zur Verfügung haben.

Infrastruktur-Erhaltung ist finanzielles Problem
Außerdem sollten für den Bürgermeister Befreiungen von der Grundsteuer aufgehoben werden. „Denn auch die Grundsteuer finanziert die Infrastruktur mit.“ Gerade auf die Infrastruktur will Djundja genau schauen. Schließlich nützt diese die gesamte Region, „aber wir müssen es bezahlen“.

Größere Darlehen aus den 90er-Jahren laufen aus
In den vergangenen Jahren mussten in Oberndorf schon einige Projekte bei den Straßensanierungen, Kanal oder Wegen verschoben werden. Es gab einfach keinen finanziellen Spielraum dafür. Das könnte sich aber in den Jahren 2027 und 2028 ändern. „Da laufen größere Darlehen aus den 90er-Jahren aus.“ Dann könnte sich sogar ein Kulturzentrum im alten Gerichtsgebäude ausgehen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt