


Erinnerung für Familie und Freunde, Mahnung für Verkehrsteilnehmer sind nach tödlichen Unfällen Marterln – und die weißen Kreuze des ARBÖ.
Bereits 31 Menschen sind heuer bis 26. Oktober tödlich auf Kärntens Straßen verunglückt! Auch österreichweit ist die Zahl der Todesopfer angestiegen: 338 Menschen wurden auf diese schreckliche Weise aus dem Leben gerissen; 36 mehr als im Jahr davor, wie aus der Statistik des Bundesministeriums für Inneres hervorgeht.



An die Verkehrstoten erinnert der ARBÖ seit 1971 alljährlich um Allerheiligen und Allerseelen mit weißen Kreuzen. Mit dieser schon traditionellen Aktion gedenkt der ARBÖ der Todesopfer, will aber gleichzeitig Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht mahnen.
Die Opferbilanz ist steigend. Ziemlich schlecht schneidet auch Kärnten ab.
Peter Pegrin, Landesgeschäftsstellenleiter des ARBÖ Kärnten
Auch heuer werden in Kärnten mehr als 200 weiße Kreuze aufgestellt, wo sich tödliche Unfälle zugetragen haben und auch an häufig frequentierten Kreuzungen.
Alkohol ist häufig Unfallverursacher!
Neben den 31 Todesopfern im Straßenverkehr von 1. Jänner bis 26. Oktober sind auch weitere Zahlen aus der Statistik Austria erschreckend: Allein im ersten Quartal 2023 – neuere Zahlen fehlen noch – waren 8,3 Prozent aller Unfälle auf Alkohol zurückzuführen; der zweithöchste Wert seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen im Jahr 1992!
Hauptursache bei tödlichen Unfällen war bisher „nicht den Verhältnissen angepasste Geschwindigkeit“, mittlerweile ist öfter „Unachtsamkeit und/oder Ablenkung“ an derart tragischen Unfällen schuld.
,Der Lenker eines Fahrzeugs hat die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anzupassen“‘ heißt es in der Straßenverkehrsordnung im §20. Jetzt im November und Dezember sind die Tage kürzer, die Sicht ist schlechter. Das bedeutet konkret, mit voller Aufmerksamkeit und langsamer zu fahren.
VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky
Einen schlimmen Trend bemerkt zudem der ÖAMTC: Immer häufiger begehen Unfalllenker Fahrerflucht und lassen Verletzte im Stich! In den Jahren von 2018 bis 2024 haben Fahrerflucht-Delikte um knapp zwölf Prozent zugenommen.
Jeder 2. tödliche Fußgängerunfall bei Dunkelheit passierte in Österreich im Vorjahr im November und Dezember. In diesen beiden Monaten nimmt die Zahl der Verkehrsunfälle bei Dämmerung und Finsternis deutlich zu, so der Verkehrsclub Österreich (VCÖ), besonders Fußgänger werden häufig zum Opfer. Die Mobilitätsorganisation fordert daher mehr Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet und erinnert: Auf Sicht fahren bei Dunkelheit bedeutet langsamer fahren. In Finnland und in Litauen beispielsweise gelten laut VCÖ jetzt in der dunklen Jahreszeit niedrigere Tempolimits auf Freilandstraßen und Autobahnen.
In Kärnten gab es im Vorjahr im November und Dezember laut Statistik einen tödlich verletzten Fußgänger, sechs schwer verletzte und elf leicht verletzte Fußgänger. Insgesamt starben in diesen beiden Monaten im Vorjahr allein in Kärnten drei Menschen, 16 wurden schwer, 158 leicht verletzt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.