Neue Studie schockiert

Untergewicht birgt höhere Risiken als Übergewicht

Wissenschaft
19.09.2025 11:11

Untergewicht kann tödlicher sein als Übergewicht. Das erhob eine internationale Studie anhand von Daten aus 67 Ländern mit 85.700 Teilnehmenden.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren verglichen die Forscher erfasste Todesfälle von Menschen eines Medianalters von etwa 66 Jahren mit dem zuvor festgestellten Body-Mass-Index (BMI).

„Die Ergebnisse machen deutlich, dass Untergewicht mit einem höheren Sterberisiko verbunden ist als Übergewicht“, betont das Forscherteam um Sigrid Bjerge Gribsholt vom Universitätsklinikum Aarhus (Dänemark).

In Europa steigt die Anzahl von Menschen mit Übergewicht weiter rasant an, sowohl bei ...
In Europa steigt die Anzahl von Menschen mit Übergewicht weiter rasant an, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern.(Bild: Prostock-studio - stock.adobe.com)

Risiko stark erhöht
Menschen mit Untergewicht (BMI unter 18,5) hatten ein fast dreifach höheres Risiko, in den folgenden fünf Jahren zu sterben, als Menschen im oberen Bereich des Normalgewichts (BMI 22,5 bis 25). Doch auch Menschen im unteren Bereich des sogenannten „gesunden“ BMI (18,5 bis 20) wiesen ein doppelt so hohes Sterberisiko auf.

Im mittleren Bereich (BMI 20 bis 22,5) lag das Risiko 27 Prozent höher als bei Menschen mit einem BMI zwischen 22,5 und 25, berichtet „n-tv“. Bis zu einem BMI von 35 gäbe es kein erhöhtes Sterberisiko, erst ab 35 bis 40 sei dieses wieder erhöht. 

  • Besonders gefährdet seien junge Erwachsene und Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen, wo Untergewicht häufiger vorkommt.
  • Besonders viszerales Fett – das Organe tief im Bauchraum umgibt – wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Fett an der Hüfte oder an den Oberschenkeln sei weniger bedrohlich. Auch müsse nicht nur der BMI beachtet werden – Ernährung, Fettverteilung und Muskelmasse spielen ebenfalls eine Rolle.
  • Fettleibigkeit bleibe zwar ein erhebliches Gesundheitsrisiko, vor allem für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch Untergewicht erhöhe die Gefahr für Infektionskrankheiten, Organversagen und Mangelerscheinungen deutlich stärker.

Die Studienautoren fordern, Prävention nicht nur auf Übergewicht und Adipositas zu konzentrieren. „Wir dürfen die Folgen von Untergewicht nicht unterschätzen“, heißt es.

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