Die Wettbewerbsbehörde gibt grünes Licht für die Übernahme von Admiral durch den Wettkonzern Tipico. Doch das geht nicht ohne Einschränkungen vonstatten.
Es ist einer der größten Deals in der Geschichte: Die Bundeswettbewerbsbehörde hat die Übernahme von Admiral durch den Sportwettenanbieter Tipico unter Auflagen genehmigt. Damit kommt der Marktführer, der bisher zu Novomatic gehörte, unter ein neues Dach. Der niederösterreichische Gumpoldskirchner Glücksspielriese Novomatic konzentriert sich hingegen schon länger verstärkt auf sein internationales Geschäft und expandierte zuletzt unter anderem in Frankreich und Australien.
Shops müssen verkauft werden
Bedenken hinsichtlich der dadurch entstehenden Konzentration am Markt für „Wettshops“ gab es allerdings schon vonseiten der Behörde. Das würde dem Wettbewerb schaden, da es dann regional zu große gemeinsame Marktanteile geben würde. Daher kann der Deal nicht ohne Auflagen über die Bühne gehen. Verlangt wird etwa der Verkauf von 20 in Tipicos Eigentum stehenden Wettshops, sie könnten von Konkurrenten übernommen werden. Auch 14 Franchise-Geschäfte müssen künftig unter neuem Namen geführt werden.
Admiral betreibt neben Wettstandorten auch an 150 Standorten in Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten auch Glücksspielautomaten. Tipico hat, besonders in Deutschland und Österreich, über 1.000 Wettannahmestellen. Mit dem Deal steigt der frühere Bundesliga-Sponsor nun verstärkt in den österreichischen Markt ein. Die Marke Admiral wird aber bestehen bleiben.
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