Trotz Drohungen
Friedensnobelpreis: Machado nun doch in Oslo
Am Mittwoch werden in Stockholm bzw. Oslo die Nobelpreise überreicht. Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado wird nun doch im Osloer Rathaus bei einer Ehrung dabei sein. Um die venezolanische Oppositionsführerin hatte es zuvor ein Verwirrspiel gegeben und geheißen, sie werde nicht erscheinen, da dies zu gefährlich sei.
Kurz vor Beginn der feierlichen Zeremonie teilte das norwegische Nobelinstitut am Mittwoch mit, dass Machado in Oslo sei. Sie werde aber nicht an der feierlichen Zeremonie an sich teilnehmen. Man sei aber froh, „dass sie bei uns in Oslo ist“.
Reiseverbot für Machado
Die 58-Jährige unterliegt seit einem Jahrzehnt einem von den venezolanischen Behörden verhängten Reiseverbot. Angesichts von Drohungen der autoritären Führung ihres Landes hatte es geheißen, dass sie nicht nach Norwegen reist. Stattdessen wurde kolportiert, dass die Machados Tochter den Nobelpreis in Empfang nehmen und eine von der Preisträgerin geschriebene Rede halten wird.
Das Nobelkomitee hatte sie nach Oslo eingeladen, um die Auszeichnung in Anwesenheit von König Harald, Königin Sonja und lateinamerikanischen Staatschefs, darunter der argentinische Präsident Javier Milei und der ecuadorianische Präsident Daniel Noboa, entgegenzunehmen.
Die Oppositionspolitikerin hatte den diesjährigen Friedensnobelpreis im Oktober für ihren „Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes“ zugesprochen bekommen.
Übliches Prozedere für die anderen Ausgezeichneten
Für den ungarischen Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai und die zwölf Preisträgerinnen und Preisträger in den weiteren Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaftswissenschaften war die Sache dagegen von Anfang an klar: Sie werden ihre Nobelmedaillen am Nachmittag (ab 16 Uhr) bei einer weiteren Preiszeremonie im Konzerthaus von Stockholm aus den Händen des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf in Empfang nehmen.










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