18.11.2005 15:35 |

Mega Häckel

Reality-TV-Show spielt Fake-Flug ins All vor

In Großbritannien planen die Chefs von Channel 4 einen der größten Scherze der TV-Geschichte. Neun Menschen sollen als Weltraumtouristen ins All geschossen werden - aber verlassen in Wahrheit niemals die Erde. Damit die Teilnehmer von dem Mega-Betrug nichts mitbekommen, leben sie schon seit 18 Monaten von der Außenwelt abgeschirmt.

Ganze 7,4 Millionen Euro lassen sich die Macher der Reality-Show den Schwindel kosten. Mit Riesenaufwand wird man versuchen, den Teilnehmern vorzuspielen, dass sie zu einer russischen Weltraumbehörde gebracht werden, um ihren Einsatz zu proben. In Wirklichkeit werden die Engländer nur stundenlang über Großbritannien und der Nordsee kreisen und auf einem ehemaligen englischen Militärstützpunkt, der wie ein Space-Center hergerichtet wurde, landen. Von dort aus starten sie auf ihre fünftägige Reise ins "Weltall".

Riesiger Aufwand für perfekte Täuschung
Das benutzte Shuttle ist eine originale Attrappe aus dem Hollywood-Streifen "Space Cowboys". Der Start wird durch eigens erstellte Sound-Effekte und heftige Vibrationen vorgeteuscht. Auf einen riesigen Bildschirm vor den Shuttle-Fenstern werden mit Hilfe der IMAX-Technologie Bilder vom All und der Erde projeziert.

Um unangenehmen Fragen vorzubeugen, wird den Teilnehmern gesagt, dass sie nicht weit genug von der Erde entfernt sind, um die Schwerelosigkeit zu erleben. Drei ins Team eingeschleuste Schauspieler werden dies untermauern.

Start der Mission: Anfang Dezember
Die Idee zu der irren Show stammt - wie könnte es anders sein - von Big-Brother-Erfinder Endemol. Die Nachwuchs-Astronauten wurden nach psychologischen Tests ausgewählt, die ergeben hatten, dass die Personen leicht manipulierbar seien. In England startet der galaktische Scherz am 7. Dezember.

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