Bund muss helfen

Hypo Alpe Adria mit Nettoverlust von 860 Millionen

Wirtschaft
28.08.2013 15:07
Gut vier Wochen vor der Nationalratswahl hat die staatliche Hypo Alpe Adria die erwarteten Horrorzahlen ihrer Halbjahresbilanz veröffentlicht: Die in Aussicht gestellten EU-Abbauvorgaben, teure Wertberichtigungen auf Kredite und Beteiligungen sowie eine Abdeckung von Verlusten für die Tochter in Italien ergeben für die staatliche Kärntner Krisenbank per Ende Juni einen Nettoverlust von 859,8 Millionen Euro. Nun muss der Bund einspringen.

Mit dem aktuellen Verlust ist die Bank schwer unterkapitalisiert. Die Lücke in der Halbjahresbilanz wird der Staat mit einer neuen Kapitalspritze von 700 Millionen Euro auffüllen. Dafür muss noch das EU-Okay abgewartet werden, das für Herbst erwartet wird. "Die Maßnahme wird den Fehlbetrag abdecken", so die Hypo Alpe Adria in einem am Mittwoch versandten Zwischenbericht.

Vor einem Jahr hatte die Bank dank Sondererlösen noch knapp in den schwarzen Zahlen bilanziert.

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