Mehr als ein halber Meter Neuschnee in den vergangenen Tagen lässt die Lawinengefahr in Tirol steigen. Vor allem die südlichen Teile von Nord- und ganz Osttirol sind betroffen. Es schneit und regnet am Wochenende weiter, erst ab Montag stellt sich die Wetterlage wieder um.
Zwar nicht ganz so viel wie ursprünglich prognostiziert, aber dennoch recht ordentlich: In den vergangenen Tagen fielen auf den Tiroler Bergen bis zu 60 Zentimeter Neuschnee. Dazu gab es laut Matthias Walcher vom Tiroler Lawinenwarndienst schwachen bis mäßigen Wind. Die Konsequenz: ein Alt- und Triebschneeproblem und Lawinengefahrenstufe 3 – erhebliche Gefahr!
Vor allem Altschneeschicht problematisch
„Die Situation ist nicht mehr so günstig wie zuletzt“, bedauert der Experte. Denn neben heiklem Triebschnee wirkt sich vor allem ein Altschneeproblem problematisch auf die Lawinenlage aus. „Es gibt nach wie vor eine aufbauend umgewandelte Altschneeschicht“, weiß Matthias Walcher. Stärker betroffen seien die Regionen mit mehr Niederschlag – etwa der Stubaier und der Zillertaler Hauptkamm sowie Osttirol. Hier gelte daher Gefahrenstufe drei.
Es gibt nach wie vor eine aufbauend umgewandelte Altschneeschicht.

Matthias Walcher, Lawinenwarndienst Tirol
Bild: Lawinenwarndienst Tirol
Kette von Tiefdruckgebieten
Das bescheidene Wetter dürfte am Wochenende wohl viele davon abhalten, heikle Touren zu unternehmen. Schnee und Regen stellen das Ergebnis regelrechter Ketten von Tiefdruckgebieten dar, wie uns dazu UBIMET-Meteorologe Steffen Dietz erklärt.
Etwas Sonne am Samstagnachmittag
Laut dem Experten geht es jedenfalls nasskalt weiter: „Der Samstag beginnt dicht bewölkt und regnerisch, erst am Nachmittag wird es in Nordtirol, vom Oberland her beginnend, abtrocknen – etwas Sonne inklusive.“
Schneefallgrenze bei 800 Metern
Auch am Sonntag erwarten uns dichte Wolken. Es bleibt in Nordtirol nass, die Niederschlagsmengen fallen laut Dietz allerdings eher bescheiden aus. Die Schneefallgrenze liegt, ähnlich wie am Samstag, bei rund 800 Metern.
Sonne ab Dienstag
Am Montag stellt sich das Wetter um. Zwar muss man bis ins Tal mit Schneeregen rechnen, etwas Sonne sollte sich aber ausgehen. Ab Dienstag gibt es dann endlich wieder viel Sonne – ganz ohne Niederschläge.
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