Wintersport-Paukenschlag bei unseren Nachbarn: Der Slowene Uros Velepec ist am Dienstagnachmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung als deutscher Biathlon-Cheftrainer zurückgetreten. Aus der Sicht von Michael Rösch, ehemaliger Spitzen-Athlet, ein „mittelschweres Erdbeben“.
„Das ist keine spontane Entscheidung und hat nur bedingt etwas mit unserem Abschneiden bei der WM zu tun“, erklärte Velepec. „Auch wenn wir uns in Lenzerheide natürlich alle mehr vorgenommen hatten. Insgesamt sind wir derzeit einfach nicht auf dem Niveau, das wir uns gemeinsam als Ziel gesetzt hatten.“ Das deutsche Herren-Team war beim Saison-Highlight ohne Einzelmedaille geblieben.
Neue Impulse
Aktuell sei es eine „schwierige Situation“, so Velepec. „Als Cheftrainer sehe ich mich auch kurz- und mittelfristig in der Verantwortung. Deshalb bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es nun einen neuen Impuls braucht, vielleicht auch eine neue Form der Ansprache, um mit Blick auf die Olympischen Spiele 2026 erfolgreich zu sein. Je früher, desto besser.“
„Krasser“ Zeitpunkt
Sein Rücktritt kommt jedenfalls völlig überraschend. „Der Zeitpunkt ist krass. Direkt nach der WM, bei noch drei ausstehenden Weltcups. Das ist schon sportlich“, meinte Michael Rösch bei „Eurosport“. „Wenn man im Biathlon ein bisschen drin ist, ist das gerade schon ein mittelschweres Erdbeben.“
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