Bei einem schweren Verkehrsunfall mit drei Verletzten hatten es steirische Einsatzkräfte am Samstagvormittag in Voitsberg mit einigen Gaffern zu tun. Das Rote Kreuz warnt nun, in so einem Fall das Handy in der Tasche zu lassen.
Drei Autos kollidierten am Samstagvormittag beim Tunnelportal Greißenegg auf der B 70-Umfahrung von Voitsberg (Steiermark) – eine Person wurde im Fahrzeug eingeklemmt, zwei weitere wurden verletzt. Das Rote Kreuz war mit elf Einsatzkräften und einem Notarzt vor Ort.
Was die Sanitäter an der Unfallstelle erlebten, gibt jetzt aber Anlass zur Kritik: Schaulustige versammelten sich um die Autowracks, machten Fotos und Videos des Einsatzes. „Unsere Einsatzkräfte erleben es leider immer häufiger: Anstatt zu helfen oder zumindest Platz für die Rettungskräfte zu machen, zücken Leute ihre Smartphones und filmen das Leid anderer“, kritisiert Marcel Hausegger, Pressesprecher der Dienststelle Voitsberg-Köflach.
Respekt vor Verletzten
„Das ist respektlos, unmoralisch und kann sogar strafrechtliche Konsequenzen haben.“ Hausegger appelliert deswegen: Wer nicht helfen kann, möge die Unfallstelle verlassen bzw. aus dem Weg gehen und das Handy in der Tasche lassen.
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