Neben Cheftrainer Assinger, den Teamkolleginnen und Tausenden Ski-Fans freuten sich auch Puchners Familie und ihr Partner mit …
Damenboss Roland Assinger kam mit Skibrille zum Interview. Schon klar: Männer weinen heimlich. Was der Kärntner einfach wegwischte: „Bei der Umarmung mit Miri hat’s mich schon gehabt. Kurz. So schlimm wie bei Stephanie Venier war’s nicht mehr.“
Nur kleines Teil des Getriebes
Die Serie ist imposant: Nici Schmidhofer wurde 2017 in St. Moritz mit Assinger als Gruppentrainer Super-G-Weltmeisterin, Venier Abfahrts-Vize – nun als Cheftrainer eroberte Venier Gold und Puchner Silber. Sehr hoch wollte Roli das aber nicht hängen: „Ich bin ein Teil des Getriebes, aber nur ein kleines. Runterfahren müssen die Frauen nämlich schon selbst.“ Immerhin gab Assinger gleich die Parole aus: „Jetzt müssen wir den Elan in die zweite Woche mitnehmen.“
Auch die Teamkolleginnen freuten sich mit der St. Johannerin. Die Negativschlagzeilen sind längst Schnee von vorgestern. „Irgendwo ist gestanden, dass wir gar keine Medaille holen. Jetzt stehen wir mit zwei da. Darauf können wir stolz sein“, lachte Weltmeisterin Stephanie Venier. Dass Puchner das Zeug zum Erfolg hat, spürte Conny Hütter bereits in der Vorbereitung. „Da ist sie uns um die Ohren gefahren.“ Die Saisonergebnisse ließen darauf aber zu wünschen übrig. Kritik wurde laut. Im zweiten Platz sah die Steirerin deshalb auch eine Art Antwort auf die Kritiker („Da gibt es dann viele Gescheite“). „Die kann man genau so geben“, sagte Hütter, die ordentlich mitfeierte.
Auch Joachim Puchner staunte: „Daheim vor so vielen Leuten eine Medaille zu holen – davor habe ich größten Respekt. Alle Rädchen haben ineinander gegriffen, es war so ein knappes Rennen“, sagte der 37-Jährige, der seit sieben Jahren ganz eng mit der Speed-Spezialistin zusammenarbeitet und ihr vor dem Start gut zuredete.
„In jeder Lebenslage“
„Aber ich bin nicht ihr Manager, ich bin ihr Bruder – in jeder Lebenslage für sie da.“ Nicht nur bei ihm, sondern auch bei den Eltern und Puchners Lebensgefährte Franz kannte die Freude über den Erfolg keine Grenzen. Er herzte seine Partnerin innig, gab ihr gleich ein Silber-Bussi. Mit Sonnenbrille. Wohl aus sehr gutem Grund.
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