Immo-Guide

Immobilien: Preise im Ländle dürften weiter sinken

Vorarlberg
24.12.2024 11:41
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Am Vorarlberger Immobilienmarkt hat sich 2024 viel verschoben: Die Nachfrage nach gebrauchten Objekten ist gestiegen, das Interesse am Neubau ist eingebrochen. Die gute Nachricht für alle potenziellen Käufer: 2025 dürften die Preise weiter sinken. 

Die strengen Eigenmittelvorschriften durch die sogenannte KIM-Verordnung, ein deutlich höheres Zinsniveau sowie die allgemein gestiegenen Lebenshaltungskosten haben die Nachfrage nach Wohneigentum spürbar gedrosselt. Wer dennoch kauft, achtet genau auf den Preis: „Aktuell hat der Bestandsmarkt klar Vorrang vor Neubezügen“, weiß Martina Hirsch, Geschäftsführerin der zur Sparkasse gehörenden „s REAL Vorarlberg“. Der Hintergrund: „Gebrauchte Immobilien punkten durch ihr besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer dennoch Neubau vorzieht, muss beim gleichen Preis auf Fläche verzichten.“

Bezirk Dornbirn die Ausnahme von der Regel
Abgesehen von diesem grundsätzlichen Befund, sind auch die Detailergebnisse des gerade neu erschienene Sparkassen-Immo-Guides interessant. So haben sich etwa 2024 die Preise in den politischen Bezirken des Landes sehr unterschiedlich entwickelt: Während der Gesamtkaufpreis in Dornbirn im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb, ging er in allen anderen Bezirken merklich zurück und liegt im Schnitt unter 400.000 Euro.

5000 Euro pro Quadratmeter
Auch für das Jahr 2025 gehen die Immobilienexperten der Sparkasse von leicht rückläufigen Preisen aus. Allerdings immer noch auf sehr hohem Niveau: So muss man im kommenden Jahr beispielsweise bei gebrauchten, gut ausgestatteten Eigentumswohnungen in Dornbirn und Umgebung mit durchschnittlich 5000 Euro pro Quadratmeter rechnen. Gut ausgestattete Mietwohnungen ab 65 Quadratmeter Wohnfläche kommen in derselben Region auf durchschnittlich 14 Euro Miete pro Quadratmeter.

2025 dürfte zudem tendenziell wieder mehr gekauft werden. Denn die Kreditzinsen sind bekanntlich günstiger geworden, zudem werden noch weitere Zinsschritte nach unten erwartet. „Das Angebot ist gut, die Preise günstiger als in den vergangenen Jahren. Dass aber allein das Wegfallen der strengeren Eigenmittelvorschriften (Anm.: Die KIM-Verordnung wird bekanntlich abgeschafft) 2025 zum Game-Changer am Immobilienmarkt werden wird, ist jedoch sehr unwahrscheinlich“, so die Einschätzung von Christian Hagspiel, Co-Geschäftsführer von „s REAL Vorarlberg“.

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