Das heurige Jahr war erneut das wärmste Jahr der Messgeschichte. Trotzdem geht das Zubetonieren weiter. Der Chef der Hagelversicherung, Kurt Weinberger, warnt jetzt vor den Folgen der Klimaerwärmung und fordert ein rasches Umdenken der Politik.
„Krone“: 2024 war in Ostösterreich ein Hochwasser-Jahr: Das Ende der Bodenversiegelung müsste gekommen sein. Das ist aber nicht so?
Kurt Weinberger: Die Welt brennt und ertrinkt – auch in Österreich. Wir hatten den wärmsten Februar, den wärmsten März und den wärmsten August, seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Also seit 1766. Und 2024 wird damit das wärmste Jahr in der Messgeschichte. 2023 war es schon das wärmste Jahr in der Messgeschichte. Erderwärmung bedeutet eine Zunahme von Wettextremergebnissen. Wir hatten in den 80er-Jahren national am Standort Wien 13 Hitzetage, also Tage in der Temperaturgröße von 30 Grad. Heuer hatten wir 52, also das Vierfache. Wenn es wärmer wird, bedeutet das auch, dass mehr Wasserdampf in der Atmosphäre ist und es kommt zu einer Wetteränderung von einem Schönwetter zu einer Schlechtwetterperiode, wo wir exzessivere Niederschläge haben und die Schäden zunehmen .
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