US-Außenminister Antony Blinken hat vor einem Wiedererstarken der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) in Syrien gewarnt. Zwar biete das Ende des Regimes von Bashar al-Assad eine historische Chance, es bestünden jedoch auch erhebliche Risiken.
So werde der IS die Situation nutzen, um sich neu aufzustellen und sichere Häfen zu schaffen. „Wir werden das nicht zulassen, wie unsere Präzisionsangriffe am Wochenende zeigten“, so Blinken.
Das US-Militär griff nach eigenen Angaben am Sonntag IS-Ziele in Syrien an. Die Miliz hatte 2014 große Teile von Syrien und des Irak eingenommen und ein Kalifat ausgerufen. Eine US-geführte Koalition trieb sie 2019 zurück.
Nach dem Sturz des syrischen Machthabers al-Assad hat sich der UNO-Sicherheitsrat in New York hinter verschlossenen Türen mit der Situation in dem Land befasst. „Der Rat war sich mehr oder weniger einig mit Blick auf die Notwendigkeit, die territoriale Integrität und Einheit Syriens zu bewahren, den Schutz der Zivilisten zu sichern und sicherzustellen, dass humanitäre Hilfe zu der bedürftigen Bevölkerung kommt“, sagte der russische UNO-Botschafter Wassili Nebensja.
Paris und Berlin machen ersten Schritt
Der Sicherheitsrat war auf Antrag Russlands zusammengekommen. „Alle sind von den Ereignissen überrascht worden, alle, auch die Mitglieder des Rats“, sagte Nebensja nach dem Treffen zu Journalisten. „Also müssen wir abwarten, beobachten und bewerten, wie sich die Situation entwickeln wird.“
In den kommenden Tagen könnte es auch ein „Dokument“ des Sicherheitsrates dazu geben, kündigte Nebensja an. Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron haben ihre Bereitschaft erklärt, mit den „neuen Machthabern“ zusammenzuarbeiten, auf der Basis grundlegender Menschenrechte und dem Schutz ethnischer und religiöser Minderheiten.
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