Fast schon zwei Jahre sollten Haushalte in Hollabrunn ans Glasfasernetz angeschlossen sein. Stadtrat Wolfgang Scharinger kritisiert aber einen langen Zeitverzug und Fehler beim Bau – etwa rumpelige Straßenbuckel, die erst mehr als ein halbes Jahr später bereinigt worden wären.
Dass in vielen Gemeinden bei Aufgrabungen das gegenseitige Absprechen nicht immer klappt, ist an sich leider nichts Außergewöhnliches mehr. In Hollabrunn hat man aber offenbar den sprichwörtlichen Vogel abgeschossen, wie Stadtrat Wolfgang Scharinger kritisiert: „An manchen Stellen wurden schon Gehsteige aufgesägt, um später aufzugraben. Jetzt, vor der Winterzeit, hat man die Schlitze wieder verschlossen“, ätzt der Bürgerlisten-Chef und nennt auch den Grund: „Es geht einfach nichts weiter beim Ausbau des Glasfasernetzes.“
„Bei der Präsentation klang alles noch problemlos“
Eigentlich, so Scharinger, wurde bei der Präsentation versprochen, dass in zwei Jahren jeder Haushalt angeschlossen sein werde. „Nun hat sich aber herausgestellt, dass gerade einmal in der Stadt Hollabrunn, wo ohnehin das schnelle 5G-Netz eine große Konkurrenz zur Glasfaser-Variante darstellt, ein kleines Gebiet verbaut worden ist. Und es hat mehr als ein halbes Jahr gedauert, bis die Straßenquerungen wieder ordentlich verschlossen worden sind“, spricht er von „Rumpelwegen“ in den betroffenen Gebieten. Und die Katastralgemeinden, wo das Internet grundsätzlich langsamer ist, seien überhaupt noch unberührt von Glasfaserarbeiten.
Dass durch die schnelle kabellose Konkurrenz der Glasfaser-Ausbau unnötig Geld verschluckt, hat unlängst auch die Kontrollbehörde RTR kritisiert: Nur knapp 17% des Potenzials sei erst aktiviert.
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