Pattstellung im Lammertal! Nirgendwo lieferten sich die S-Link-Befürworter und deren Gegner am Sonntag ein engeres Rennen als im beschaulichen Rußbach am Paß Gschütt. 78 Stimmberechtigte kreuzten „Ja“ am Wahlzettel an, ebenso viele votierten mit „Nein“. 50 Prozent zu 50 Prozent – das gab es bei der Bürgerbefragung zur „Salzburger Mobilitätslösung“ sonst in keiner anderen Gemeinde.
Klare Fronten gab es etwa in Salzburgs zweitgrößter Stadt: In Hallein stimmten 64 Prozent gegen den S-Link. Nirgendwo sonst nahmen mehr Projektgegner an der Bürgerbefragung teil. Auch in Anif (63,4 Prozent) und in der Stadt Salzburg (59,62 Prozent) bilden die Gegner eine klare Mehrheit. Wo hingegen die glühendsten Sympathisanten des S-Link zu Hause sind? Ganz klar im kleinen Göming im Flachgau! 229 Personen stimmten hier für das Milliardenprojekt – das entspricht 78,2 Prozent.
Strobl hatten keine Lust
Die Beteiligung an der Befragung lag in allen drei Bezirken bei knapp 40 Prozent, ein überraschend hoher Wert. Besonders demokratiebewusst gab man sich in Oberalm: Dort beteiligten sich 61,7 Prozent aller Stimmberechtigten am Votum betreffend S-Link. Schlusslicht in dieser Liste ist Strobl: Dort suchte am Sonntag nicht einmal jeder Vierte sein Wahllokal auf.
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