Auf einer Delegationsreise nach Rom sammelte Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) bei internationalen Organisationen wie der Food and Agriculture Organisation (FAO) dem World Food Programme (WFP) und dem European Space Research Institute (ESRIN) und deren Experten zahlreiche interessante Inputs und Lösungsansätze.
Die globale Klimaerwärmung sorgt auch bei uns für unbekannte Herausforderungen in Sachen Nahrungsversorgung. Doch der Grund für die Delegationsreise nach Rom war weniger das dort wärmere Klima, es waren die zahlreichen internationalen Organisationen, die hier ihren Sitz haben.
Strategien gegen Armut und Hunger
Zuerst stand ein Besuch bei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am Programm. Neben Generaldirektor Qu Dongyu stellten zahlreiche Experten der FAO ihre verschiedenen Projekte vor. Die Organisation unterstützt Länder mit Strategien gegen Armut und Hunger.
Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Förderung nachhaltiger Landwirtschaftspraktiken, um eine stabile Nahrungsversorgung zu gewährleisten und natürliche Ressourcen zu schonen. Besonders interessierte Landesrätin Michaela Langer-Weninger dort neben dem Schutz der Wälder, der auch der FAO ein großes Anliegen ist, die „Mountain Partnership“, die sich den Schutz und die nachhaltige Entwicklung von Bergregionen weltweit auf die Fahnen geschrieben hat.

Ernährungs-Ersthelfer in Krisengebieten
Direkt im Anschluss ging es zum World Food Programme (WFP), der größten humanitären Organisation der Welt. Dort schilderten der Österreicher Dominik Heinrich und verschiedene Experten der Delegation um die Landesrätin die Tätigkeitsbereiche der Organisation, deren Mitglieder weltweit in über 80 Ländern und Krisengebieten unterwegs sind. Dort stellen sie die Nahrungsversorgung der Bevölkerung sicher und legen dabei großen Wert darauf, regionale Märkte zu unterstützen.
Blick aus dem Weltall
Nicht nur visuell beeindruckte der Besuch beim European Space Research Institute der ESA. Dessen futuristisches Multimediazentrum wurde von der Linzer Ars Electronica Solutions konzipiert. Dort informierten Nicolaus Hanowski, Leiter der Satelliten-Missionen zur Erdbeobachtung bei ESRIN, Rune Floberghagen, Leiter der Abteilung Wissenschaft, Anwendungen und Klima der Europäischen Weltraumorganisation und Christian Ferrario vom Sammeln und Auswerten von Satellitendaten, die wichtige Informationen über Umweltveränderungen und Klimawandel liefern. Die „Sentinel“-Satelliten des Copernicus-Programms der Organisation können auch zur Überwachung von Pflanzen- oder Bodenzuständen eingesetzt werden.
Pflanzen aus dem Rohr
Der letzte Stopp führte die Delegation zur Firma „The Circle Food & Energy Solutions“. Das Unternehmen hat sich auf ein spannendes, symbiotisches Konzept zwischen Pflanzen und Fischen spezialisiert. Die Ausscheidungen von Koi-Karpfen, die in den Wasserspeichern leben, werden als Dünger für die in vertikalen Rohren heranwachsenden Pflanzen verwendet. Das von den Pflanzen gereinigte Wasser geht wieder zu den Fischen zurück. So können ohne dem Einsatz von Insektiziden große Mengen Wasser und Platz eingespart werden. Die Anlagen eignen sich perfekt zum Anbau kleiner Kräuter, aber auch Salate und anderer Pflanzen.
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