Brucknerhaus-Skandal

Geschäftsführer-Vertrag einvernehmlich aufgelöst

Oberösterreich
29.10.2024 08:48
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Nun ist es amtlich: Das Dienstverhältnis mit René Esterbauer wurde einvernehmlich aufgelöst, nachdem scheinbar nun erwiesen ist, dass die Chatverläufe zwischen Dietmar Kerschbaum und Klaus Luger offenbar vor publik werden bei der LIVA landeten und Esterbauer darüber seit Juli 2024 Bescheid wusste.

Angesichts der in der Zwischenzeit bekannt gewordenen Tatsachen befand sich Esterbauer damals in einer herausfordernden Situation in seiner Rolle als Geschäftsführer der LIVA. Im Zuge der Prüfungen durch den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie in Beratungen mit dem Rechtsvertreter der LIVA kam man zu dem Schluss, dass Herr Esterbauer im Umgang mit diesem Chatverlauf leider nicht den Erwartungen der LIVA entsprechende Entscheidungen getroffen hat.

„Zusammenarbeit nicht mehr vorstellbar“
Wie der geschäftsführende Vizebürgermeister und Eigentümervertreter Dietmar Prammer informiert, ist man in einem offenen und konstruktiven Dialog daher nun am 28.10.2024 gemeinsam übereingekommen, das Dienstverhältnis einvernehmlich zu beenden, da angesichts der aktuellen Umstände eine weitere Fortführung der Zusammenarbeit nicht mehr vorstellbar ist. Am Mittwoch werden die Mitglieder des Linzer Stadtsenats sowie des LIVA-Aufsichtsrats in außerordentlichen Sitzungen darüber informiert.

„Ich bedanke mich vor allem bei dem gesamten Team der LIVA, welches angesichts der schwierigen Umstände sowohl das Tagesgeschäft als auch die Highlights dieses Jahres, 200 Jahre Anton Bruckner und 50 Jahre Brucknerhaus, tadellos umsetzten. Persönlich ist es mir ein Anliegen, dass sich die Situation rund um die LIVA alsbald beruhigt und der eigentliche Zweck der LIVA, nämlich Sport- und Kulturerlebnisse zu schaffen, wieder in den Fokus rückt“, konkludiert René Esterbauer.

„Fernab der Umstände ein erfolgreiches Jahr“
Vizebürgermeister Dietmar Prammer bedankt sich bei Esterbauer: „Seine Arbeit unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen zeugten von hohem Durchhaltevermögen und Engagement, welches René Esterbauer jedenfalls unter Beweis stellen konnte. Fernab der Umstände war es bislang ein erfolgreiches Jahr für das Brucknerhaus und die LIVA. Ich wünsche Herrn Esterbauer alles Gute für seine persönliche und private Zukunft.“

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