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Eindeutig Minusmann | Mit absoluter Mehrheit

Eindeutig Minusmann. Immer wieder, immer wieder … Nein, nicht … Österreich, wie in den Schlachtgesängen bei (erfolgreichen, guten) Spielen unserer Fußball-Nationalmannschaft. Sondern: Immer wieder … der Bundespräsident. Als „Mann der Woche“, aber gleichzeitig auch als „Minusmann der Woche“ hatte ich ihn einerseits angesichts seiner Entscheidung vom vergangenen Dienstag, nicht Wahlsieger Herbert Kickl von der FPÖ, sondern den Wahlzweiten Karl Nehammer von der ÖVP mit der Regierungsbildung zu beauftragen, bezeichnet. Dazu kamen die Präsidenten-Wortmeldungen rund um den Nationalfeiertag, die für einiges Aufsehen sorgten, weil Alexander Van der Bellen da beinahe so etwas wie ein Regierungsprogramm vorlegte. Und sich außerdem deutlich wie noch nie zuvor in der Migrationsfrage äußerte. Also nur „Mann der Woche“ oder doch „Minusmann“? Darüber diskutieren die User auf krone.at mit viel Leidenschaft. Sie posteten allein auf den „Brief an die Leser“ und die Newsletter von Samstag und Sonntag mehr als 2000 Mal. Wie stehen nun die Leser und User zu den jüngsten Äußerungen des Präsidenten? Das Bild ist eindeutig …

Mit absoluter Mehrheit. Doch, es gibt auch Zustimmung für den Bundespräsidenten. „Für Bundespräsident Van der Bellen ist die Stärkung eines gemeinsamen Europas besonders wichtig, wie er zum Nationalfeiertag betont. Damit widerspricht er der FPÖ und deren Obmann Kickl. Van der Bellen ist tatsächlich von der absoluten Mehrheit des österreichischen Wahlvolkes gewählt worden. Kickl und seine FPÖ haben nicht einmal ein Drittel der Wählerstimmen erhalten. Damit ist der Wählerwille eindeutig: kein Volkskanzler Kickl“, fasst es Leserbriefschreiber Rudolf Danninger aus Gutau zusammen. Ein Online-Poster meint: „Der Bundespräsident hat ganz logisch und mit Hausverstand entschieden. Herr Kickl hat vieles versprochen und kann gar nichts einhalten.“ Ein weiterer: „29 Prozent sind nicht die Mehrheit“. Derartige Briefe und Postings bleiben jedoch rar. Zwischentöne hört man noch, wenn es etwa heißt: „Er sollte sich mit Aussagen zur aktuellen Politik in Österreich zurückhaltend zeigen“. Denn ansonsten kommen Formulierungen wie „Minusmann der Woche … eine ganz schöne Untertreibung“ und noch weit Eindeutigeres. Sehr viele stellen überhaupt die Notwendigkeit des Amtes in Frage. „Der unnötigste Posten in Österreich“ – so oder so ähnlich heißt es mehrfach. Und doch bleibt ein Faktum – siehe oben: Alexander Van der Bellen wurde von einer absoluten Mehrheit der Österreicher gewählt.

Kommen Sie gut durch den Montag!

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