Der ÖVP-Landtagsklub hat ein neues Magazin herausgebracht, in dem scharf gegen die SPÖ-Alleinregierung geschossen wird. Die Reaktion der SPÖ dazu fällt launig aus.
Etwas weniger als drei Monate vor der Landtagswahl hat der ÖVP-Landtagsklub eine Bilanz über die vergangenen viereinhalb Jahre gezogen – allerdings nicht über die eigene Arbeit, sondern über die der SPÖ-Alleinregierung. Diese Abrechnung fällt naturgemäß wenig positiv aus: Die zahlreichen Regierungsprojekte würden das angeschlagene Budget zusätzlich belasten, die Schulden würden sich auf 2,1 Milliarden Euro belaufen, kritisiert ÖVP-Klubobmann Markus Ulram.
„Abzocke, Geldverschwendung“
Als Beispiele führt er unter anderem wieder den Erwerb der Zuckerfabrik Siegendorf, den Kauf der Sektflaschen, die Landesmolkerei und eine Landesbeteiligung an einer Firma, die „europäische Originalmarken“ nach Asien exportiert, an. „Abzocke, Geldverschwendung und Rekordverschuldung“, so das Urteil von Ulram.
Magazin an Haushalte
Um das auch der Bevölkerung näherzubringen, hat die ÖVP ein „Magazin zur Förderung objektiver Meinungsbildung“ mit dem Titel „Unterm Strich“ und rot-goldenem Umschlag aufgelegt, welches dieser Tage an alle Haushalte geht. „Wir wollen, dass die Burgenländer sich selbst eine Meinung zu den Tätigkeiten der Landesregierung bilden“, erklärt der stellvertretende Klubobmann Patrik Fazekas.
Fürst sieht „inhaltsleere“ ÖVP-Leistungsbilanz
Die Reaktion des SPÖ-Klubs fällt launig aus: „Die ÖVP unter Sagartz ist aus Prinzip gegen alles“, meint SPÖ-Klubobmann Roland Fürst per Aussendung und schickt eine „Analyse“ mit, wie die Bilanz über die Arbeit der ÖVP für die vergangenen viereinhalb Jahren seiner Meinung nach aussieht: Jede Menge leere Zeilen (siehe Bild oben). Heute, Donnerstag, zieht die SPÖ in einer Pressekonferenz Bilanz über ihre Arbeit. Man darf gespannt sein, ob es eine ähnliche Retourkutsche der ÖVP geben wird.
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