Wenn man das System kennt und dann noch Beziehungen zu einem Profi-Fälscher hat, geht's offenbar ziemlich einfach, zu Millionen Euro zu kommen. Das hat eine Betrüger-Bande aus dem Innviertel bewiesen, die Strohmänner und -frauen mit falschen Identitäten ausstattete und dann Banken und Handybetreiber abzockte.
Die Betrügerbande operierte vor allem von Mauerkirchen aus, hatte aber an wichtigen Schlüsselpositionen auch noch ihre Leute sitzen. So funktionierte die Masche: Man besorgte in Serbien gefälschte Personalausweise für etwa 60 Strohleute, die es tatsächlich gab, aber in Wahrheit anders hießen. Mit diesen echt wirkenden Dokumenten meldeten sich die „Hilfskräfte“ dann bei echten Wohnungen an. Bereitgestellt von einem Komplizen in der Immo-Branche – die Strohleute wohnten nie dort, hatten aber dennoch einen echten Meldezettel der Gemeinde.
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