„Ich hab zu ihm gesagt, er soll sich nie mehr blicken lassen“: Maria B., Bäuerin und resolute Besitzerin eines Hofladens in Mauthausen (OÖ), stellte einen Seriendieb, der sich wochenlang immer wieder bei ihr mit Most eingedeckt und in die Kasse gegriffen hatte.
Es ist ein leidiges Problem, das viele Bauern, die Hofläden betreiben, nervt. Die Rede ist von jenen „Kunden“, die nicht nur bargeldlos, sondern überhaupt „gratis“ einkaufen – sprich: lange Finger machen.
Auch Maria B., die seit einem Jahr in Mauthausen einen kleinen Hofladen betreibt, hatte seit rund drei Wochen so einen hartnäckigen Kostgänger, der noch dazu besonders durstig war: „Er ist immer wieder gekommen, meist sonntags, hat sich Most genommen und nicht bezahlt, sondern auch noch in die Kasse gegriffen. Wir haben eine Überwachungskamera und alles mitgefilmt. Das hat uns aber auch nichts gebracht, weil wir ja nicht gewusst haben, wer er ist.“
Ungeliebter „Stammkunde“
Am Sonntag tauchte der „Stammkunde“ erneut auf. Maria B.: „Ich hab’ gesehen, wie er auf dem Fahrrad dahergekommen ist. Als er mich gesehen hat, ist er weitergeradelt. Ich bin rein ins Haus. Dann hab’ ich mir gedacht, ich setz’ mich ins Auto und fahr’ ihm nach. Dabei war er schon zurückgekommen und im Hofladen drin.“
Die resolute Bäuerin teilte dem Dieb mit, er solle sich nicht mehr blicken lassen. Dieser nahm Reißaus. Die alarmierte Polizei konnte ihn eine Viertelstunde später schnappen. Der Balte (48) gestand, er sitzt aufgrund seines Aufenthaltsverbots in Auslieferungshaft.
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