Stauchaos, teils bis zu vier (!) Stunden Zeitverlust: Die derzeitige Situation auf der Brennerstrecke ist erst ein Vorgeschmack auf die kommenden Jahre. Stichwort: Brückensanierungen. Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) kündigt im „Krone“-Interview Maßnahmen an, um einen Kollaps auf der A13 und der Bundesstraße durch das Wipptal zu verhindern.
„Krone“: Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Einspurigkeit auf der Luegbrücke: Müsste nicht europaweit vor der Fahrt über den Brenner abgeraten werden?
Landesrat Zumtobel: Der Brennerpass ist der meistbefahrene Alpenübergang Europas. Insgesamt 14 Millionen Fahrzeuge fahren jährlich durch dieses Nadelöhr. Aufgrund unvermeidbarer und dringend notwendiger Sanierungen der in die Jahre gekommenen Infrastruktur südlich wie nördlich des Brenners sind Kapazitätseinschränkungen für den gesamten europäischen Verkehr die Folge, weshalb es in den kommenden Jahren zwangsläufig zu Behinderungen kommen wird. Ja, der Brenner ist ein gesamteuropäisches Thema, nur hört man das in unseren Nachbarländern leider nicht sehr gern und fordert vielmehr freie Fahrt! Die Asfinag startet eine länderübergreifende Infokampagne in Europa, der Fokus wird auf Österreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden liegen. Darüber hinaus gibt es bereits seit längerer Zeit seitens der Asfinag intensive Abstimmungen mit allen Stakeholdern aus der Transportwirtschaft, dem Tourismus, Autofahrer-Clubs etc.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.