Wien geht das Geld für die Mindestsicherung aus. Das bisher geplante Budget für 2024 – immerhin 899 Millionen Euro – reicht hinten und vorne nicht. Per Ausschuss muss ein Zuschlag her. Es geht um weitere 214 Millionen Euro für heuer.
Inflationsanpassung der Sozialhilfe, Mietbeihilfe, Familienzuzug, mehr Bezieher – das geht ordentlich ins Geld und belastet den Steuertopf über Gebühr. Denn mit den 899,050.000 Euro kommt Wien nicht mehr aus. Dringend müssen 214,6 Millionen Euro zusätzlich lukriert werden, um das Sozialsystem weiter finanzieren zu können. Unterm Strich wird Wien also alleine heuer geplante 1,11 Milliarden Euro für Sozialhilfe ausgeben – ein neuer Rekordwert.
Bei der Stadt Wien liefert man auf Anfrage rasch eine Rechnung, wie sich diese 214 Millionen Euro zusammensetzen. Aus dem Büro von Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) erklärt man folgende Zahlen:
„Eine Milliarde Euro Sozialhilfe schreckt mich nicht“
Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ)
Hier wird der Antrag zur Aufstockung der Gelder, der der „Krone“ vorliegt konkreter. Darin steht: „Die Hintergründe für den Anstieg der Fallzahlen sind nach wie vor in einem Anstieg der Arbeitslosigkeit, insbesondere im Bereich der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sowie in den steigenden Übertritten von der Grundversorgung in die Mindestsicherung bei Gewährung von Asyl und subsidiärem Schutz und im Familiennachzug zu sehen.“ Allgemein: Wien zahlt Flüchtlingen mehr Geld aus als andere Bundesländer. Durch die Nichtstaffelung der Beiträge kommen auch Rekord-Beiträge von etwa 4600 Euro für eine syrische Großfamilie zusammen.
„Eine Milliarde Euro Sozialhilfe schreckt mich schon“
Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ)
Die Begeisterung – vor allem bei der Opposition – ist im Gegensatz zur Mindestsicherung gedeckelt. Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp erklärt auf Anfrage: „Die illegale Massenmigration der SPÖ lässt das Budget für die Mindestsicherung endgültig explodieren! Eine Steigerung von 20 Prozent ist nicht akzeptabel. Es ist höchste Zeit, dass die Mindestsicherung nur mehr an österreichische Staatsbürger ausbezahlt wird.“
Aber auch in der SPÖ selbst gibt es unterschiedliche Strömungen. Bei aller Zuneigung innerhalb der Stadtregierung, erklärte Peter Hacker in einem Interview mit der „Krone“: „Eine Milliarde Euro Mindestsicherung schreckt mich nicht.“ Während Finanzstadtrat Peter Hanke, der auf dem Geldtopf tippt, ebenfalls der „Krone“ erklärt: „Eine Milliarde Euro für die Mindestsicherung schreckt mich schon!“
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