Nach vier Monaten ohne Einsatz kehrte Alexander Schlager unter dem Jubel der Fans ins Tor von Vizemeister Red Bull Salzburg zurück. Nach Abpfiff sprach der Salzburger über seine Leidenszeit, seine aktuelle Situation und auch über „Einser“-Konkurrent und Teamkollege Janis Blaswich.
„Alex Schlager“, hallte es am Mittwochabend in den Nachthimmel in Stockerau. Die Bullen hatten im ÖFB-Cup die Pflichtaufgabe Wiener Viktoria problemlos mit 4:0 genommen. In der dritten Runde (29. bis 31. Oktober) treffen die Mozartstädter daheim auf die WSG. Die Aufmerksamkeit der angereisten Fans galt aber ganz klar dem Publikumsliebling und einzigem Salzburger im Kader. Der Schlussmann feierte nach vier Monaten sein Comeback im Tor des Vizemeisters. „Es war ein wunderschönes Gefühl, endlich wieder am Platz zu stehen“, sagte der 28-Jährige, der im Laufe der Partie auch noch die Kapitänsbinde bekam.
Schlager hatte sich im Mai am Meniskus verletzt, die Hoffnungen auf eine Blitz-Teilnahme an der EM in Deutschland platzten kurz darauf. „Als es klar war, dass es nicht geht, ist eine Welt zusammengebrochen. Ich habe das Gefühl gehabt, etwas verloren zu haben. Das war sicher mit die schwierigste Zeit für mich“, gab der Salzburger einen Einblick in sein Seelenleben. „Aber das gehört zum Leben, es ist nicht immer wunderschön. Da heißt es durchkämpfen.“
„Probiere, Gas zu geben“
Nach seinem ersten Einsatz unter Trainer Pepijn Lijnders hat Schlager Lust auf mehr. Wie oft er spielen wird, wisse er zwar nicht. „Aber ich möchte jedes Mal meine bestmögliche Leistung abrufen. Die Situation ist so, wie sie ist“, betonte der Tormann, der im Tor bekanntlich weiterhin das Nachsehen gegenüber Janis Blaswich hat.
Das Verhältnis zwischen den beiden sei sehr gut, Schlager bezeichnete seinen Teamkollegen als „super Typ“. „Meine Aufgabe ist es, ihn bestmöglich zu unterstützen. Nichtsdestotrotz probiere ich trotzdem, Gas zu geben“, grinst der Publikumsliebling. Schließlich tut es immer gut, wenn die Anhänger den eigenen Namen besonders abfeiern.
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