Ein ehemaliger Bühnendarsteller tauschte bereits vor einiger Zeit die Wiener Volksoper gegen eine Gefängniszelle. Aus dieser heraus soll er seinen Cousin einer Straftat bezichtigt haben. Der will im Landl aber nicht gegen den Sänger aussagen.
Von Glanz und Glamour ist wenig übrig. Während er über zehn Jahre lang bis 2017 Tausende Zuschauer als Sänger in der Wiener Volksoper begeisterte, führen ihn nun zwei Justizwachebeamte im Wiener Landesgericht vor. Der Mann sitzt im Moment in der Justizanstalt Simmering in Strafhaft: Ende Oktober 2020 fasste er wegen Verleumdung und Nötigung zwölf Monate Gefängnis aus – zusätzlich wurden offene Strafen widerrufen.
Eigenen Cousin einer Straftat bezichtigt?
Denn das war nicht sein erster Konflikt mit dem Gesetz: Der ehemalige Wiener Opernstar hat bereits wegen gefährlicher Drohung, Sachbeschädigung, Körperverletzung und mehr fünf Vorstrafen. Und jetzt droht vor Richterin Christina Salzborn die sechste: Aus der Justizanstalt heraus brachte der Ex-Bühnendarsteller eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft ein. Sein Cousin hätte als Zeichnungsberechtigter seiner betagten Mutter 5000 Euro vom Konto abgebucht.
Bühnendarsteller bestreitet Verleumdung
Das habe sie ihrem Sohn erzählt: „Ich habe für meine Mutter diese Anzeige gemacht“, erklärt der Angeklagte und beginnt von Problemen in der Familie bezüglich ihrer Pflege zu erzählen. Nach einem Ermittlungsverfahren stellten sich die Vorwürfe jedoch als falsch heraus. Absicht sei das jedoch nicht gewesen, versichert der Sänger.
Und auch der Cousin scheint das Ganze ruhen lassen zu wollen – er entschlägt sich, möchte vor Gericht nicht aussagen. Deswegen fällt Frau Rat einen Freispruch im Zweifel. Er ist nicht rechtskräftig.
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