Kultur trotzt Fluten

Eine Höllenreise in den Garten der Lüste

Niederösterreich
23.09.2024 19:00

Im Festspielhaus St. Pölten geht es der Menschheitsgeschichte und den Normen der Familie auf den Grund. Im Landestheater NÖ geht ein erfolgreicher Premierenreigen in die Verlängerung.

Sind Sie sicher, dass die Erde nicht die Hölle eines anderen Planeten ist?“ – Dieser und anderen gängigen Fragen unserer Zeit wird im rätselhaften „Garten der Lüste“ im Festspielhaus St. Pölten nachgegangen. Mit der Performance in Anlehnung an das rund 500 Jahre alte Gemälde von Hieronymus Bosch entführt der französische Autor und Theatermacher Philippe Quesne gemeinsam mit Vivarium Studio in eine vor dem Weltuntergang stehende Erde zwischen Paradies und Hölle.

(Bild: © Martin Argyroglo)
„Garten der Lüste“ von Joana Tischkau
„Garten der Lüste“ von Joana Tischkau(Bild: © Martin Argyroglo)

Quesne stellt sich dabei mit Humor und Vorstellungskraft im „Garten der Lüste“ gegen die Ängste unserer Zeit entgegen. Er beleuchtet die Entwicklung der Menschheitsgeschichte, ihre Höhenflüge und Abstürze, ihre Träume und auch ihr Scheitern. Die Österreich-Premiere geht am kommenden Freitag im Rahmen einer Kooperation mit dem Tangente-Festival über die Bühne.

Moderner Bruch mit den gängigen Normen
Einer der wohl bekanntesten Außerirdischen schaut am 4. und 5. Oktober auf einen Sprung im Festspielhaus St. Pölten vorbei: „Alf“. Mit der Österreich-Premiere von Joana Tischkaus „Yo Bro“ geht es auf Zeitreise in die Vergangenheit. Genauer gesagt zu den Helden bekannter Familien-Sitcoms aus den 90er-Jahren. Dabei wird vor allem einer brennenden Frage nachgegangen: Inwieweit beeinflusst das Fernsehen unser Bild eines Familienlebens. Gemeinsam mit Zwillingsbruder Aljoscha begibt sich die Choreografin auf die Suche nach Familienbildern in oder abseits der Norm. Und kreiert damit eine neue.

„Alf“ lenkt Fokus auf Familie
„Alf“ lenkt Fokus auf Familie(Bild: Copyright: © Maya Röttger)
Joana Tischkau gastiert mit „Yo Bro“
Joana Tischkau gastiert mit „Yo Bro“(Bild: Copyright: © Maya Röttger)
Landestheater NÖ
Erfolgreicher Premierenreigen geht weiter

Zumindest in St. Pölten kann das Hochwasser der Kultur wenig anhaben. Nach dem internationalen Gastspiel der Lola-Arias-Company mit „The Days out there“ im Rahmen des Tangente-Festivals am vergangenen Donnerstag im Landestheater, fand am Freitag auch die Premiere von Hans de Beers „Der kleine Eisbär“ in der Bühne im Hof erfolgreich statt. Mit der poetisch-musikalischen Inszenierung des Kinderbuch-Klassikers von Paola Aguilera wartet eine humorvolle Bühnenfassung auf das junge Publikum. Zu sehen bis Ende März, nächste Vorstellung: 26. September.

Am kommenden Freitag steht dann die Uraufführung von Stefanie Sargnagels „Iowa – Ein Ausflug nach Amerika“ in der Theaterwerkstatt auf dem Programm. Bei dem ironisch-melancholischen Road-Movie geht es mit viel Witz neben absurden Vergleichen zwischen Österreich und der USA auch in die Abgründe der amerikanischen Gesellschaft.

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