Im Iran hat das Parlament das neue Kabinett von Präsident Massoud Pezeshkian gebilligt. Darunter ist zum zweiten Mal in der Geschichte der Islamischen Republik auch eine Frau als Ministerin. Die Architektin Farsaneh Sadegh leitet das Ministerium für Straßenbau und Stadtplanung.
Insgesamt wurden 19 Personen nominiert. Pezeshkian gehört zum Lager der Reformbewegung, hat den Fundamentalistinnen und Fundamentalisten im Parlament aber Zugeständnisse gemacht. Aus den eigenen Reihen wurde er dafür scharf kritisiert, einer seiner engsten Vertrauten hat sich aus Protest kurz nach seiner Ernennung zum neuen Vizepräsidenten wieder zurückgezogen.
Der frühre iranische Präsident Ebrahim Raisi war bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der 69-jährige Pezeshkian warb im Wahlkampf damit, innenpolitische Reformen umzusetzen und die Beziehungen zum Westen zu verbessern.
Präsident nicht Staatsoberhaupt
Anders als in vielen anderen Ländern ist der Präsident im Iran nicht das Staatsoberhaupt. Die eigentliche Macht konzentriert sich auf den Religionsführer, bereits seit 1989 ist das Ajatollah Ali Khamenei. Auch die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, haben in den vergangenen Jahrzehnten ihren Einfluss ausgebaut und sind zu einem Wirtschaftsimperium aufgestiegen.
Die erste iranische Ministerin war Marzieh Vahid-Dastjerdi von 2009 bis 2012. Sie war für Gesundheit zuständig.
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