01.02.2013 15:17 |

Anklage hält

Mordprozess gegen NSU-Mitglieder startet im April

Der Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsextremistin Beate Zschäpe und vier Helfer der Terrorvereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) in Deutschland soll im April beginnen. Schauplatz ist das Oberlandesgericht München. Am 17. April soll mit den Verhandlungen begonnen werden, sagte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Es geht um die mögliche Mittäterschaft an zehn neonazistischen Morden.

Das Gericht ließ die Anklage gegen Zschäpe (rechts im Bild) und die vier weiteren Beschuldigten in vollem Umfang zu. Die 38-Jährige muss sich somit wegen Mittäterschaft an zehn mutmaßlich von der Terrorzelle verübten Morden, schwerer Brandstiftung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verantworten.

Die Morde sollen die verstorbenen Neonazis Uwe Böhnhardt (links im Bild) und Uwe Mundlos begangen haben. Sie sollen aus Ausländerhass neun Geschäftsleute mit ausländischen Wurzeln sowie eine Polizistin getötet haben (siehe Infobox).

Neben Zschäpe stehen Ralf W. und Carsten S. wegen Beihilfe zur Mordserie vor Gericht. Sie sollen Böhnhardt und Mundlos die Tatwaffe - eine Ceska 83 mit Schalldämpfer - besorgt haben. Angeklagt ist außerdem Andre E. wegen Beihilfe zu einem Sprengstoffanschlag des NSU in Köln sowie Holger G. wegen Unterstützung der Terroristen in drei Fällen.

Das Gericht will sich zumindest neun Monate Zeit nehmen, um den schwerwiegenden Vorwürfen nachzugehen: Das Verfahren ist zunächst bis Mitte Jänner 2014 angesetzt.

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