Ein schockierender Fund in einem Wiener Airbnb hat nun ein gerichtliches Nachspiel: Ein 34-Jähriger ist am Mittwoch zu 24 Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden, nachdem eine Putzfrau beim Staubsaugen neun Kilo Kokain in einem Schlafsofa entdeckt hatte.
Der Mann zeigte sich vor Gericht geständig und entschuldigte sich: „Ich möchte mich beim Staat Österreich entschuldigen. Was ich gemacht habe, tut mir leid.“ Außerdem bemühe er sich um einen Therapieplatz. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Putzfrau machte Drogenfund
Der Vorfall hatte sich bereits im Oktober 2025 in einer Airbnb-Unterkunft in der Engerthstraße in Wien-Leopoldstadt ereignet. Eine Reinigungskraft stieß auf die versteckten Drogen in einem Schlafsofa. Sie informierte ihre Chefin – diese wiederum verständigte sofort die Polizei.
Ich möchte mich beim Staat Österreich entschuldigen. Was ich gemacht habe, tut mir leid.
Der Angeklagte (34) im Gerichtssaal
Vor Gericht erklärte der Angeklagte, er habe das Kokain dort lediglich „geparkt“, um damit Schulden in Höhe von 5000 Euro zu begleichen. Zudem sei er selbst schwer drogenabhängig gewesen.
Die Staatsanwaltschaft hielt diese Darstellung jedoch für eine Schutzbehauptung, um als Suchtkranker milder behandelt zu werden. Auch der Richter folgte dieser Argumentation: Ziel sei klar gewesen, mit dem Drogenversteck Schulden zurückzuzahlen.
Muss acht Monate absitzen
Der 34-Jährige wurde schließlich wegen Vorbereitung von Suchtgifthandel verurteilt. Acht Monate der 24-monatigen Strafe muss er unbedingt absitzen, der Rest wurde bedingt ausgesprochen.
Seit Mitte Oktober sitzt der Mann bereits in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Josefstadt – diese Zeit wird auf die unbedingte Haft angerechnet. Sein Anwalt betonte, der Mandant sei „umfassend und reumütig geständig“. Auf ein Rechtsmittel verzichtete die Verteidigung, die Staatsanwaltschaft gab vorerst keine Erklärung ab.
Ein Pluspunkt für den Angeklagten: Er war bislang nicht vorbestraft.
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