Unglaubliche Szenen spielten sich am Donnerstagnachmittag im Haus einer 60-jährigen Lustenauerin ab. Völlig unvermittelt tauchte dort ein gerade einmal 13-Jähriger auf, bedrohte und verletzte sie mit einem Küchenmesser und zwang sie dazu, Wertgegenstände herauszurücken.
Mit einem etwa 20 Zentimeter langen Küchenmesser bewaffnet drang der junge Bursche am Donnerstag gegen 15.30 Uhr zunächst in den Garten und dann in das Haus der Eigentümerin ein. Als sie ihn entdeckte, stach der 13-Jährige zu und verletzte die Frau im Gesicht. Die Schnittwunde der verletzten Hausbesitzerin musste später im Dornbirner Stadtspital versorgt werden.
Großfahndung mit Hubschrauber
In weiterer Folge zwang er sie, ihm Bargeld und andere Wertgegenstände zu geben. Dann trat der junge Räuber die Flucht an. Weit kam er allerdings nicht. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein, in die auch die Flugpolizei eingebunden war. Zudem wurden Videoaufzeichnungen vom Grundstück der ausgeraubten Frau ausgewertet. So dauerte es nicht lange, bis der Exekutive das kriminelle Früchtchen ins Netz ging.
Gefasst wurde der junge Bursche im Haus seiner Eltern. Die gesamte Beute und auch das Tatmesser konnten sichergestellt werden. Der 13-Jährige wurde zunächst durch Beamte des Landeskriminalamts befragt und dann in die Obhut der Erziehungsberechtigten übergeben.
Über die Gründe der Tat oder ob er schon öfter aufgefallen war, ist nichts bekannt. Die Polizei wird einen Bericht an die Staatsanwaltschaft schicken – da Jugendliche in Österreich aber erst ab 14 Jahren straffällig sind, muss der junge Bursche nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
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