Jetzt sind es knapp noch zwei Monate, in denen sich Österreich zur Nationalratswahl schleppt. Wir erinnern uns: In Großbritannien hat der damalige konservative Premier Rishi Sunak im Frühsommer vorgezogene Neuwahlen ausgerufen und kaum sechs Wochen später war auch schon alles erledigt. Samt Verschwinden des glücklosen Premierministers. Wir erinnern uns auch: In Frankreich hat Präsident Macron nach der Niederlage seiner Partei bei den EU-Wahlen Parlamentswahlen ausgerufen. Die waren noch schneller als in Großbritannien abgewickelt, am Ergebnis würgen die relativen Sieger und relativen Verlierer allerdings noch immer. Das erwartet uns im Herbst auch in Österreich: Das große Würgen am Wahlergebnis, das große Winden und Würgen hin zu einer neuen Regierung. Wie die ausschauen wird? Schenkt man den drei aktuellen veröffentlichten Meinungsumfragen Glauben, dann ist (beinahe) alles möglich.
Nix is fix. 28 (FPÖ): 23 (ÖVP): 20 (SPÖ) lautete das Umfrage-Ergebnis bei Unique Research (Hajek) für die „Krone“ mit 1000 Befragten. 27: 22: 22 bei Spectra im Auftrag der Bundesländerzeitungen, 26: 25: 23 (immer in der Reihenfolge FPÖ: ÖVP: SPÖ) bei IFDD für die Regionalradios. Berücksichtigt man die Schwankungsbreiten in den Umfragen, dann ist wirklich so ziemlich alles möglich. Umso unpassender, wenn einerseits angeblich gewisse Kreise in ÖVP und SPÖ sich bereits den Kopf über Ministerposten und sonstige Positionen in einer schwarz- oder türkis-roten Koalition den Kopf zerbrechen (oder schon zerbrochen haben) und auf FPÖ-Seite ebenfalls schon Ministernamen kolportiert werden – so lange man an einen Liedtext von Rainhard Fendrich erinnert wird: „Alles ist möglich, alles beweglich, aber nix ist fix.“ Selten hat eine Song-Passage so genau auf die politische Situation in unserem Land zugetroffen.
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