Nachdem Verkehrsministerin Leonore Gewessler beim Aus für die Flugverbindung von Graz nach Wien ab dem Jahr 2030 bleibt, rücken nun Landeshauptmann Christopher Drexler und die Wirtschaftskammer aus. Ihre Kritik an der grünen Politikerin fällt heftig aus: Der Wirtschaftsstandort werde geschädigt.
Mehr hat’s nicht gebraucht! Nach der „Krone“-Story, dass Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) beim Nein für die Flugverbindung Graz-Wien nach Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels bleibt (voraussichtlich Ende 2029), gehen diesseits des Semmerings die Wogen hoch.
Wirtschaftskammer-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg echauffiert sich vor allem darüber, dass sie die Studie der WKO anzweifelt, wonach sich der ökologische Effekt der Einstellung der Inlandsflüge in Grenzen halte.
„Das kann man so nicht stehen lassen, diese Studien haben Hand und Fuß. Nach der A9 geht’s jetzt gegen den Grazer Flughafen – wenn man einem Wirtschaftsstandort nachhaltig schaden will, würde man wohl so wie die Frau Ministerin agieren“, schüttelt der Kammerdirektor den Kopf.
„Ideologiegetriebene Politik schadet Wirtschaftsstandort“
Auch Landeshauptmann Christopher Drexler streift nun die Glacéhandschuhe ab. „Der Flughafen ist ein unverzichtbarer Knotenpunkt, insbesondere für die steirische Wirtschaft. Bei der Verbindung Graz-Wien geht es ja nicht um Luxus-Spaßflüge, sondern um die Anbindung für unsere international vernetzten Betriebe! Die ideologiegetriebene Politik der Grünen schadet massiv dem Wirtschaftsstandort.“
Für eine erfolgreiche ökonomische Zukunft braucht es aus Sicht des steirischen ÖVP-Chefs fünf Punkte: den dreispurigen Ausbau der A9 im Süden von Graz, die Weiterführung der S36 und den Bau der S37 im Murtal (damit ist er ganz auf Linie von Bundeskanzler Karl Nehammer), den Ausbau der Bahnstrecke Graz-Marburg, die Anbindung des Flughafens Graz an die Koralmbahn und eben die Absicherung der Flugverbindung Graz-Wien.
„NGO-Aktivistin“
„All das scheitert allerdings an der Verweigerung der grünen Verkehrsministerin. Wer wie eine NGO-Aktivistin agiert und nicht das Wohl des Landes im Blick hat, kann aus meiner Sicht in Zukunft kein Mitglied der Bundesregierung sein“, poltert der Landeshauptmann in Richtung Wien.
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