Nach nur einem Tag!
Erneut Weltrekord für heißesten Tag gebrochen
Erst am Sonntag wurde der Weltrekord für den heißesten Tag aufgestellt. Dieser wurde allerdings schon wieder gebrochen. Und das nach nur einem Tag! Das geben die vorläufigen Daten des EU-Klimawandeldienstes Copernicus bekannt. Die globale durchschnittliche Oberflächentemperatur stieg demnach auf 17,15 Grad Celsius – am Sonntag waren es 17,09 Grad.
Somit war die durchschnittliche Oberflächentemperatur am Montag um 0,06 Grad höher als am Sonntag. Der bisherige Rekord wurde zuvor mit 17,08 Grad Celsius am 6. Juli 2023 gemessen (siehe Grafik unten). Davor lag der Rekord für die globale Tagesdurchschnittstemperatur bei 16,8 Grad Celsius am 13. August 2016.
Seit dem 3. Juli 2023 gab es jedoch 57 Tage, an denen der Rekord aus 2016 überschritten wurde, verteilt auf die Monate Juli und August 2023 sowie auf Juni und Juli 2024, wie es weiter hieß.
„Der vergangene Montag könnte einen neuen Weltrekord für die wärmste absolute globale Durchschnittstemperatur aller Zeiten aufgestellt haben – und damit meine ich zehntausende von Jahren zurück“, sagte der Klimaforscher Karsten Haustein von der Universität Leipzig in Deutschland. Der Rekord war zuletzt Anfang Juli 2023 an vier aufeinanderfolgenden Tagen aufgestellt worden. Davor war der heißeste Tag im August 2016.
Der vergangene Montag könnte einen neuen Weltrekord für die wärmste absolute globale Durchschnittstemperatur aller Zeiten aufgestellt haben – und damit meine ich zehntausende von Jahren zurück.
Klimaforscher Karsten Haustein
„Befinden uns auf unerforschten Terrain“
Direktor Carlo Buontempo sagte laut Mitteilung: „Wir befinden uns jetzt in einem unerforschten Terrain, und da sich das Klima weiter erwärmt, werden wir erleben, dass in den kommenden Monaten und Jahren mit Sicherheit neue Rekorde gebrochen werden.“
Verbindung mit Temperaturen in Antarktis
Der plötzliche Anstieg der täglichen globalen Durchschnittstemperatur hängt laut Copernicus mit weit überdurchschnittlichen Temperaturen über großen Teilen der Antarktis zusammen. Hinzu komme, dass die antarktische Meereisausdehnung fast so gering sei wie im vergangenen Jahr zu dieser Zeit. Das führe zu weit überdurchschnittlichen Temperaturen über Teilen des Südlichen Ozeans.
Der Klimawandeldienst Copernicus der Europäischen Union veröffentlicht regelmäßig Daten zur Temperatur an der Erdoberfläche, zur Meereisdecke und zu Niederschlägen. Die Erkenntnisse beruhen auf computergenerierten Analysen, in die Milliarden Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen auf der ganzen Welt einfließen. Die genutzten Daten gehen zurück bis auf das Jahr 1950, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar.








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