"Intrige im OP-Saal"

Wien: Patientin als “Spielball” in Ärzte-Clinch benutzt?

Österreich
08.01.2013 17:00
Aufregung um eine 39-Jährige, die mit einer Hirnblutung ins renommierte Wiener Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler eingeliefert worden war: So behauptet ein Arzt, seine Kollegen hätten die falsche Schädelseite aufgesägt und den Irrtum danach vertuscht. Für Klinik-Direktor Hertz eine "Intrige im OP-Saal". Der Fall um Nora B. sorgt jedenfalls für gehörigen Wirbel.

So behauptet einer der Chirurgen, im OP-Saal habe eine tragische Verwechslung stattgefunden. Zitat aus einem anonymen Schreiben an die "Krone": "Die Frau litt an einer Blutung an der rechten Hirnseite. Doch nicht die verletzte Stelle wurde aufgesägt, sondern die gesunde." Dieses Vorgehen soll im OP-Bericht allerdings verschwiegen worden sein. 

Klinik-Chef Harald Hertz kann über dieses Schreiben nur den Kopf schütteln. "Der Eingriff wurde korrekt durchgeführt. Wir haben der Patientin das Leben gerettet", erklärt der Mediziner. Der ärztliche Direktor ist überzeugt, dass einer der Mediziner eine gemeine Intrige spinnt, um seinen Kollegen zu schaden. "Niederträchtiger geht es kaum", so Hertz.

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