Nahm Nominierung an
Trump erwartet bei Wahl „unglaublichen Sieg“
Donald Trump hat seine Nominierung als Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner offiziell angenommen. „In vier Monaten werden wir einen unglaublichen Sieg erringen“, sagte er am Donnerstag (Ortszeit) unter Jubel auf dem Parteitag der Republikaner in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin.
Er wolle „Präsident für ganz Amerika, nicht halb Amerika“ sein, so Trump, der auch über den versuchten Mordanschlag auf einer Wahlkampfveranstaltung am vergangenen Samstag sprach (siehe Video oben). „Ich wusste sofort, dass es sehr ernst war, dass wir angegriffen wurden“, sagte der 78-Jährige. In gewisser Weise habe er sich jedoch sicher gefühlt, „weil ich Gott auf meiner Seite hatte“. Trump legte zudem eine Schweigeminute für den bei der Wahlkampfveranstaltung getöteten Zuschauer ein.
Von Anhängern frenetisch bejubelt
„Meine Hand war blutverschmiert, einfach überall Blut“, schilderte Trump. Hätte er nicht im Moment des Schusses zur Seite geschaut, dann wäre er nicht mehr am Leben, betonte er. „Ich stehe hier vor euch, in dieser Arena, nur durch die Gnade des allmächtigen Gottes.“ Seine Anhänger bejubelten ihn frenetisch. Trump holte weit aus und sagte, er werde nur einmal ausführlich von der Attacke auf ihn erzählen. „Ihr werdet es kein zweites Mal von mir hören, weil es tatsächlich zu schmerzhaft ist, es zu erzählen.“
Ein Schütze hatte am Samstag – kurz vor Beginn des Parteitags – auf einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Butler in Pennsylvania das Feuer eröffnet und auf Trump geschossen. Der Täter wurde von Sicherheitskräften getötet. Ein Besucher starb, zwei weitere wurden verwundet. Trump wurde am rechten Ohr verletzt. Seitdem trägt er dort einen weißen Verband. Der Vorfall war eine Eskalation im ohnehin schon aufgeheizten US-Wahlkampf.
Trump sagte, er habe durch die Attacke etwas Neues gelernt. „Wenn etwas mit den Ohren passiert, bluten sie mehr als jeder andere Teil des Körpers.“ Das hätten ihm die Ärzte erklärt. „Ich fragte: Warum ist da so viel Blut?“
Bilder von Trump mit Blut am Ohr und etwas Blut im Gesicht – und zugleich mit geballter Faust - gingen nach der Attacke um die Welt. Seine Anhänger hätten gedacht, er sei getötet worden, sagte der 78-Jährige. „Ich wollte etwas tun, um sie wissen zu lassen, dass es mir gut ging. Ich hob meinen rechten Arm, schaute zu den Tausenden und Abertausenden von Menschen, die atemlos warteten, und begann zu rufen: Kämpft! Kämpft! Kämpft!“
Und weiter: „Als meine geballte Faust hoch in die Luft ging, merkte die Menge, dass es mir gut ging, und brüllte vor Stolz auf unser Land.“ So etwas habe er noch nie zuvor gehört, so Trump.
Ehefrau Melania zeigte sich bei Parteitag
Nach auffälliger Abwesenheit beim Parteitag der Republikaner ist Melania Trump am Donnerstag doch noch vor großem Publikum aufgetreten. Sie kam am letzten Abend des vier Tage andauernden Spektakels einige Zeit vor der Rede ihres Ehemanns unter großem Applaus in die Veranstaltungshalle.
Die Beziehung zwischen Donald und Melania Trump hat in den vergangenen Jahren nicht nur für Spekulationen, sondern auch immer wieder für einigen Spott gesorgt. Seit ihrem Abschied aus dem Weißen Haus Anfang 2021 hat sich Melania Trump kaum öffentlich gezeigt, sich weitgehend in Schweigen gehüllt und auch im Wahlkampf ihres Mannes bisher kaum eine Rolle gespielt.









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