Eklat mit Maulkorb
Rechtsextreme Rumänin aus EU-Parlament geworfen
Kurz vor der Abstimmung über eine zweite Amtszeit für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist es im EU-Parlament heiß hergegangen. Die rechtsextreme rumänische Europaabgeordnete Diana Iovanovici Sosoaca gab gleich mehrere Störrufe von sich. Parlamentspräsidentin Roberta Metsola fackelte nicht lange und ließ die Dame aus dem Plenum werfen …
Es waren wirklich aufregende Szenen in Straßburg. Bis zu acht Saaldiener umringten die Abgeordnete Sosoaca und redeten auf sie ein. Sie möge den Anweisungen der Präsidentin folgen, versuchten sie sie zu überzeugen. Mit einem genervten Unterton fragte Metsola die Abgeordnete: „Wie viele Kollegen müssen kommen, um Sie aus dem Raum zu geleiten?“ Nach einem Wortgefecht verließ sie schließlich den Saal.
Zuvor hatte die Rumänin mehrfach Reden mit lauten Zwischenrufen gestört und sich dafür auch einen Maulkorb angezogen. So auch als die liberale Fraktionsvorsitzende Valérie Hayer sich am Redepult für ein Recht auf Abtreibung starkmachte. Dabei hielt die Rechtsextreme ein Bild von Jesus in die Höhe (siehe Foto unten).
Parlamentspräsidentin Metsola erklärte, dass dies bereits die dritte Störaktion der Rumänin gewesen sei und verwies sie daraufhin des Saales.
Rumänische Putin-Versteherin
Die fraktionslose Abgeordnete Sosoaca besucht regelmäßig den russischen Botschafter in Bukarest und verhinderte unter anderem im Oktober 2023, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei seinem Besuch in Bukarest vor dem rumänischen Parlament sprechen konnte.
Die geplante Rede des Gastes aus Kiew war abgesagt worden, weil Sosoaca mit Krawall gedroht hatte. Ihre Partei ist eine Abspaltung von der ebenso rechtsextremen Partei AUR, die aktuell Mitglied der EKR-Fraktion ist.










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