Sonntagfrüh sorgten Klimaaktivisten am Red Bull Ring für Aufregung, stürmten vor dem Formel-3-Rennen auf die Strecke. Sie wurden wenig später festgenommen. „Mit solchen Aktionen nehmen diese sogenannten Aktivisten Zehntausende Motorsportfans in Geiselhaft“, polterte der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler.
Am letzten Tag des Grand-Prix-Wochenendes im Murtal ist es dann also passiert: Die Klimaaktivisten hatten ihren von vielen erwarteten (oder eher befürchteten) Auftritt. Vor dem Start des Formel-3-Rennens gelangten zwei Männer und eine Frau, laut Polizei waren sie auch schon bei der Störaktion im Rahmen des Erzbergrodeos dabei, auf die Strecke.
„Sie sind offenbar im westlichen, bewaldeten Teil auf die Strecke gekommen. Erst im Kiesbett bei Kurve drei konnten sie von den Sicherheitskräften angehalten werden“, berichtet Polizei-Sprecher Heimo Kohlbacher. Dem Vernehmen nach, wollten sich die Aktivisten dort zwar nicht ankleben, aber auf der Strecke anketten. Nicht auszudenken, was passieren hätte können, wäre das Formel-3-Rennen schon im Gang gewesen.
Aktivisten nicht kooperativ
Das Trio wurde anschließend festgenommen und auf der Polizeiinspektion Knittelfeld vernommen. Laut Exekutive verhielten sich die Aktivisten dabei nicht sonderlich kooperativ. Sie müssen nun mit mehreren strafrechtlichen Anzeigen rechnen, etwa wegen Erschleichung einer Leistung, weil sie ohne Ticket am Ring-Gelände waren und auch eine Anzeige wegen Sachbeschädigung wird geprüft.
„Sind für mich keine Aktivisten“
Nach dem Narzissenfest und dem Erzbergrodeo wählten die Klimaaktivisten nun also die größtmögliche Bühne, die in der Steiermark zur Verfügung steht, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler zeigte dafür im Gespräch mit der „Krone“ wenig Verständnis: „Diese Personen sind für mich keine Aktivisten, das sind Gefährder! Sie nehmen Zehntausende friedliche Motorsportfans in Geiselhaft und schaden damit dem Klima – nämlich jenem in unserer Gesellschaft.“
Außerdem werden durch derartige Aktionen auch Fahrer und Sicherheitskräfte gefährdet – „und letztlich auch unsere gemeinsamen Bemühungen für den Klimaschutz“.
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