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Russland sperrt Zugang zu österreichischen Medien

Medien
25.06.2024 15:16

Russlands Behörden sperren den Zugang zu 81 Medien aus der EU. In Österreich sind die Angebote des ORF und die Mediengruppe „Österreich“ betroffen. Sie können in Russland weder empfangen noch im Internet abgerufen werden.

Ebenfalls gesperrt wurden laut Medienberichten unter anderem die französische Nachrichtenagentur AFP, der Radiosender Radio France, der italienische Fernsehsender RAI und das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel.“ Deren Inhalte oder Sendungen seien auf russischem Gebiet nicht mehr länger verfügbar, hieß es aus dem Kreml.

Das Moskauer Außenamt warf den Medien vor, „systematisch falsche Information“ über den Krieg in der Ukraine zu verbreiten. EU-weit sind 81 Medien betroffen.

Der Regierungssitz in Moskau (Bild: AFP )
Der Regierungssitz in Moskau

Kritische Medien blockiert
In Russland selbst sind viele Medien und Webseiten blockiert, die kritisch über die Politik von Präsident Wladimir Putin berichten. Sie sind nur mithilfe eines VPN-Servers erreichbar, sprich über eine Netzwerkverbindung, die von außen nicht einsehbar ist und mit der Nutzerinnen und Nutzer virtuell ihren Standort ändern können. Viele Journalistinnen und Journalisten sitzen in dem Land in Haft, darunter Evan Gershkovich von der US-Tageszeitung „Wall Street Journal“ wegen angeblicher Spionage.

Kreml: „Vergeltungsmaßnahme“
Zuvor hatte die EU vier russische Staatsmedien im eigenen Gebiet verboten – die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti, die Regierungszeitung „Rossiskaja Gaseta“, die Plattform „Voice of Europe“ sowie die kremlnahe Zeitung „Iswestija“, zu der auch ein Fernsehsender gehört. Die Medien und ihre Mitarbeitenden dürfen aber weiterhin in der EU arbeiten. Die Sperre trat am Dienstag in Kraft.

„Es werden Gegenmaßnahmen ergriffen, um den Zugang von russischem Territorium“ zu Medien aus „EU-Mitgliedstaaten zu unterbinden“, hieß es am Dienstag aus Moskau. Von einer „Vergeltungsmaßnahme“ ist die Rede. Sollte die EU die Sperre aufheben, sei auch der Kreml bereit, über ein Ende der Blockade nachzudenken.

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